Viele Besucher im Heimatmuseum Wildsachsen
Heiß war es am Tag der Eröffnung der Sonderausstellung ,,Puppenstuben ,, im Museum Wildsachsen und trotzdem haben über 30 Besucher den Weg ins Alte Schulhaus gefunden um zu schauen, was sich tut im Heimat- und Geschichtsverein im kleinsten Stadtteil von Hofheim.
Foto: Karin Schehler
Beim Bummel durch die Räumlichkeiten fange ich im zweiten Stock des Hauses an. Rechts neben der Tür steht nun ein handgezimmerter roter Kaufmannsladen in dessen Schubladen sich in Miniaturform Leckereien und Lebensmittel, liebevoll aus Salzteig gebacken befinden. Gleich nebenan im Wäscheraum mit den Wäschetruhen, Waschkörben, Badezubern und Wannen hängt nun auch die frisch gewaschene Puppenkleidung auf dem Kleiderständer zum Trocknen.
Im großen Raum im Obergeschoß sind die Puppenstuben von Elisabeth Hummel aufgebaut. Das war eine Heidenarbeit denn wie bei einem normalen Umzug wurden die Exponate zuerst am Südhang abgebaut, ordentlich verpackt und im Museum vorsichtig ausgewickelt, manches entstaubt und nach Fotos wieder aufgebaut. Letzte Hand legte die Spenderin an und somit haben sogar die Nachttöpfe in den Nachtschränkchen im Schlafzimmer aus der Jahrhundertwende wieder den angestammten Platz.
Liebevoll zusammengetragen sind die Utensilien der Puppenküche. Sogar der Tisch für drei Püppchen ist akribisch gedeckt mit Tellerchen und Besteck und sogar mit Tischdecke. Die Hausangestellte in der Ecke will jedoch erst mal die Küche fegen. Im Klassenzimmer auf der anderen Seite ist gerade das Fach Erdkunde Thema. Dazu hat die Lehrerin den Globus und die Landkarte herausgepackt und wenn eines der Kinder einmal eine ,, Sonderpause ,, benötigt, kann es gleich den Toilettenraum nebenan benutzen.
Im ersten Stock des Museums sind die Puppen der Sammlung ausgestellt, die dem Verein gespendet oder leihweise überlassen wurden. Die Ausstellungsidee fing eigentlich an, mit den süßen, handgearbeiteten Porzellanpuppen von Irene Rößler um nur stellvertretend eine Dame zu nennen. Alles andere würde hier den Rahmen sprengen. Einige Puppenwagen und Puppen gehören schon lange zum Inventar des Museums und so konnte man auf den Grundstock für eine Ausstellung zurückgreifen. Ein großes, von einer ehemaligen Einwohnerin gebautes Puppenhaus wurde mit schönen Möbeln von Brigitte Scherder ausgestaltet.
Über den Besuch der Familie Illinger aus Hofheim haben sich die HGV Mitglieder ganz besonders gefreut. Gut verpackt und liebevoll wieder aufgebaut , haben sie auf einer alten Truhe von Alfons Diehl ein komplettes Puppenservice platziert und dem Museum auf Dauer geschenkt.
Bei Kaffee und Kuchen, Chips und Wasser, hatten sich die Besucher noch viel zu erzählen und konnten Erinnerungen, ausgelöst durch die alten Spielutensilien austauschen.
Weitere Artikel aus der Kategorie: