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Letzte Aktualisierung: 31.05.2020

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VGF: Mehr Sicherheit, besserer Service

von Ilse Romahn

(22.05.2020) Die VGF modernisiert ihre Service- und Sicherheits-Zentrale mit neuer Hardware und neuer Software.

Unter dem Projektnamen „Service und Sicherheit – Ertüchtigung, Migration und Erweiterung“ (SuS – EME), strebt die VGF in mehreren Phasen die Erneuerung ihrer Leitstellensoft- und Hardware sowie die Modernisierung eines Teils ihrer 605 Überwachungskameras an. Der einjährige Umbau beginnt im Juli 2020 und kostet 3,76 Millionen Euro. Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren erhielt die Firma Hexagon den Zuschlag.

Service- und Sicherheit
Seit 2006 betreibt die VGF unter dem Projektnamen „Service und Sicherheit“ (SuS) in ihren U-Bahnstationen, den B-Ebenen und an oberirdischen Haltestellen eine zentrale Videoüberwachung. Teil des Projekts sind die markanten Notruf- und Informationssäulen (NIS), die mit den Kameras kombiniert sind. Kamerabilder, Notrufe oder andere Anrufe über die NIS laufen in der Service- und Sicherheits-Zentrale (SuS) zusammen. Diese wiederum ist Teil der Betriebsleitstelle, die den reibungslosen Betrieb der U- und Straßenbahnlinien überwacht.

Anstoß für den Aufbau des Systems vor 14 Jahren war die Fußball WM 2006. Mit dem jetzt anstehenden Ausbau und der Erneuerung der Technik können Arbeitsabläufe in der SuS-Zentrale unterstützt und Notfälle noch schneller erkannt werden. So sollen sowohl das Sicherheitsgefühl der jährlich mehr als 200 Millionen Fahrgäste und der objektive Sicherheitsstandard verbessert werden.

Neue Kameras für mehr Sicherheit
Das komplexe Projekt umfasst unter anderem den Ersatz von 354 hochauflösenden IP-Kameras zur Überwachung von ober- und unterirdischen Stationen sowie den dazugehörigen Bahnsteigkanten, Tunnelmündungen und Notrufinformationssäulen. Die neuen Kameras werden an allen 27 unterirdischen U-Bahnstationen sowie an 16 ausgewählten oberirdischen Stationen und Haltestellen installiert. Dabei handelt es sich um bestehende Standorte. Zu der Erneuerung gehören außerdem neue Videospeicher- und Digitalisierungslösungen, der Aufbau von modernen Serverstandorten sowie die Erweiterung der Netzwerkinfrastruktur. Das Projekt „Service und Sicherheit – Ertüchtigung, Migration und Erweiterung“ ist das erste in einer Reihe von Digitalisierungs-Vorhaben der VGF. Hierzu gehören auch die Vorhaben „Digital Train Control“ und „Frankfurt MIND“. Details dazu gibt es in der Presse-Information „Digital Train Control: Die VGF modernisiert die U-Bahn mit dem Zugsicherungs-System von morgen“, die unter https://www.vgf-ffm.de/de/aktuellpresse/news/einzelansicht/digital-train-control-die-vgf-modernisiert-die-u-bahn-mit-dem-zugsicherungs-system-von-morgen/ auf der Homepage zu finden ist.

Modernisierung der Leitstelle
Die Betriebsleitstelle der VGF, das Herzstück des Frankfurter Nahverkehrs, und einzelne Fachbereiche des Unternehmens werden mit modernen Bedienplätzen auf Basis der Hexagon Einsatzleitsystem-Software ausgestattet, die den Mitarbeitern dabei helfen, überwachte Situationen besser einzuschätzen und – falls nötig – schnell und effizient zu reagieren.

Die für die Erneuerung notwendigen Arbeiten haben keinen Einfluss auf den Fahrbetrieb. (ffm)