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Letzte Aktualisierung: 06.04.2020

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Versorgung von Psychiatrie-Patienten in Corona-Zeiten

Asklepios Klinik für Psychische Gesundheit Langen informiert

von Joachim Piszczan

(19.03.2020) Anders als in einer somatischen Klinik, wo Patienten mit körperlichen Erkrankungen behandelt werden, ist eine psychiatrische Klinik keine primäre Anlaufstelle für Patienten mit einer Corona-Symptomatik.

Um mögliche Risiken für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter dennoch frühzeitig erkennen und entsprechend handeln zu können, hat die Klinik für Psychische Gesundheit Langen besondere Regeln im Umgang mit Patienten und Angehörigen aufgestellt. Welche das sind, darüber informiert Klinikgeschäftsführer Philipp Heistermann. 

„Zurzeit führen wir bei allen potentiellen Neuaufnahmen, ob im ambulanten, teil- oder vollstationären Bereich, eine erweitere Aufnahmeanamnese durch. Sie beinhaltet auch die Abfrage der Risikofaktoren für einen Verdacht auf Infektion mit dem Coronavirus. Erhärtet sich dabei der Verdacht auf Infektion mit dem Coronavirus, haben wir zwei Vorgehensweisen etabliert, abhängig davon, ob eine stationäre Aufnahme erforderlich ist oder nicht“, sagt Heistermann. 

Besteht kein zwingender Grund für eine stationäre Aufnahme, wird dies entsprechend dokumentiert und der Patient nach Hause geschickt. Die Verdachts-Meldung erfolgt an das Gesundheitsamt durch den aufnehmenden Arzt. Muss ein Patient stationär aufgenommen werden, wird er innerhalb der Klinik isoliert, gleichzeitig wird auch das Gesundheitsamt informiert und alle weiteren notwendigen Maßnahmen getroffen.

„Eine weitere Maßnahme, um unsere Patienten, Angehörigen und Mitarbeiter zu schützen, sind reduzierte Besuchszeiten. Wir haben beschlossen, diese auf einen Besuch pro Tag und Patient zu beschränken. Darüber hinaus bitten wir Angehörige mit grippeähnlichen Symptomen oder solche, die in den letzten 14 Tagen aus einem Risikogebiet, wie zum Beispiel Italien, eingereist sind, grundsätzlich von Besuchen Abstand zu nehmen“, so Heistermann.