Verkehrskonzept bringt Frauen Union in Fahrt
Vorsitzende Hornung spricht von „Stückwerk“ in Frankfurt
Schon vor der Änderung sei das Verkehrsaufkommen groß gewesen, sagte die Frauen-Unions-Vorsitzende. Die Halbierung der Verkehrsfläche für Autos bereite weiten Teilen der jeweils betroffenen Nutzer dieser Straße Ärger. Sie hätten längere Anfahrtszeiten und ein Umsteigen auf den örtlichen Nahverkehr sei auch keine Lösung, weil dieser insbesondere während der Hauptverkehrszeiten sehr überfüllt sei. Für Mütter mit kleinen Kindern und mit Kinderwagen sei der Einstieg in die Bahnen dabei eine besondere Herausforderung.
Inzwischen seien alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft, so Hornung. Die Züge seien verlängert worden, so dass sie die Bahnsteige von Anfang bis Ende ausnutzen, die Zugfolgen so dicht, dass ein- und ausfahrende Züge in fortlaufender Folge stattfänden. Es gebe weder ein räumliches noch ein zeitliches Einsparpotenzial. Dass in dieser Situation noch weiter am Rad der Verdrängung der Autofahrer gedreht werde, sei unverantwortlich, sagte Hornung. Sie fordert ein tragfähiges Verkehrskonzept für die gesamte Stadt.
Einzelmaßnahmen, wie jetzt geschehen, seien Stückwerk, weil ineffizient, teuer und für alle ärgerlich. Überfüllte U- und S-Bahnen seien zu einem Charakteristikum der Stadt geworden. Gerade die wachsende Stadt Frankfurt müsse zusammen mit dem Verkehrsdezernenten über eine neue Röhre im Innenstadtbereich nachdenken, wenn sie zugunsten der Bevölkerung der Verkehrsprobleme Herr werden wolle.
Das Beispiel Eschersheimer Landstraße sei nur eines. Die U-Bahnlinien 4 und 5 seien so überfüllt, dass sie an manchen Haltestellen kaum abfahren könnten, weil immer mehr Passagiere in die Bahnen drängten. Die an einigen Stationen zum Einsatz kommenden Mitarbeiter, die an den Zügen das verhindern sollen, seien eigentlich eine Zumutung für Reisende und kein zukunftweisendes Modell, bemängelt Hornung. Eine Reihe von Frauen müssten noch vor der Arbeit ihre Kinder zur Betreuung bringen und seien besonders von der misslichen Situation der überfüllten Bahnen betroffen. Die CDU-Politikerin wünscht sich für die Familien und besonders die Frauen einen stressfreieren Dienstbeginn.