Archiv-Kultur

Veranstaltung in der LiteraturLounge am 25. Februar

Wiederentdeckung des Romans "Ich" von Peter Flamm, der erstmals 1926 erschienen ist. Gespräch der Herausgeber Sebastian Guggolz und Senthuran Varatharajah (Nachwort). Die Veranstaltung beginnt um 11.00 Uhr und wird von Martin Maria Schwarz (hr2-kultur) moderiert.

Zu Inhaalt: Hans, ein anerkannter Chirurg, kehrt von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs nach Hause zurück – oder vielmehr zurück in das, was als sein „Zuhause“ gilt. Denn das Erlebte hat seine Gewissheiten zerschlagen, nur eine unauslöschliche Fremdheit ist zurückgeblieben. Seine Frau Grete und seine Freunde erkennen ihn, auch seine Arbeit erledigt er zuverlässig, nur sein Hund wittert Verdacht. Ist er durch den Krieg zu einem anderen geworden? Oder ist er eigentlich ein anderer, der sich in Hans’ Leben eingeschlichen hat?
In einem atemlosen Selbstgespräch, das die Selbstzweifel des Protagonisten Hans zum Vorschein bringt und existenzielle Fragen stellt, lässt Peter Flamm die Lektüre dieses kraftvollen Romans, der 1926 als sein Debüt bei S. Fischer erschienen ist, zu einem mitreißenden Erlebnis werden.

Peter Flamm, bürgerlich Erich Mosse, 1891 in Berlin geboren, begann schon während seines Medizinstudiums, in den Zeitungen seines Onkels Rudolf Mosse Feuilletons und kleinere Erzählungen zu veröffentlichen. Neben seiner medizinischen Arbeit erschienen nach „Ich?“ drei weitere Romane. Als Jude musste er mit seiner Frau 1933 Deutschland verlassen und emigrierte 1934 nach New York. Dort ließ er sich als Psychiater nieder. Albert Einstein und Charlie Chaplin gingen in seinem Haus ein und aus. 1963 starb er in New York.

Eintritt frei / Anmeldung nicht erforderlich.