VCI will nicht auf dem Abstellgleis landen
Er fordert: "Jedes Werk braucht einen Zugang zur Schiene"
Die nach 2019 jetzt erstmals aktualisierte Gleisanschluss-Charta wurde am Mittwoch an Michael Theurer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr, überreicht. Ulrike Zimmer, VCI-Bereichsleiterin Technik und Umwelt, sagt dazu: „Der Schienengüterverkehr darf nicht aufs Abstellgleis geschoben werden. Er muss endlich fit für die Zukunft werden. Dazu sind aber auch mehr Gleisanschlüsse und moderne Zugangsstellen notwendig. Auch die chemisch-pharmazeutische Industrie will weiter auf die Eisenbahn setzen. Der Ball liegt nun bei der Politik, zügig zu handeln.“
97 Maßnahmen für kundennahe Zugangsstellen
Die Gleisanschluss-Charta zielt darauf ab, den Schienengüterverkehr durch bessere Rahmenbedingungen für Gleisanschlüsse und kundennahe Zugangsstellen zu stärken. Um ihn zukunftsfähig zu machen und den Marktanteil der Schiene zu erhöhen, empfiehlt die Charta 97 Maßnahmen. Sie befasst sich auch mit tri- beziehungsweise multimodalen Knotenpunkten und Umschlagterminals, um effiziente Transportsysteme zu ermöglichen.
Die Gleisanschluss-Charta entstand auf Initiative des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen. Daran beteiligt sind mehr als 50 Verbände und Organisationen aus Industrie, Handel, Logistik, Bau-, Land- und Holzwirtschaft, Recycling und Kommunen.