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VCI krisiert "Hängepartie ohne Ende"

Der Koalitionsausschuss und seine "Aufschieberitis"

Als" nicht enden wollende Hängepartie" kritisiert der in Frankfurt ansässige Verband der Chemischen Industrie, dass der Koalitionsausschuss der Ampel-Regierung erneut keine Entscheidung zu einem kurzfristig wirksamen Energiepaket getroffen hat.
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VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup: \"Für viele Unternehmer ist es längst fünf nach zwölf.\"
Foto: VCI

Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie, sagte dazu: „Aufschieberitis ist das Letzte, was unser Land aktuell braucht. Für viele Unternehmer ist es längst fünf nach zwölf. Sie müssen und werden jetzt Entscheidungen zu ihrer Zukunft in Deutschland treffen. Jeder Tag ohne Aussicht auf erträgliche Energiekosten ist ein verlorener Tag für den heimischen Industriestandort.“ Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, sind aus Sicht des Verbandes die Beibehaltung des Spitzenausgleichs, besser noch eine Absenkung der Stromsteuer auf europäisches Mindestmaß, und ein Brückenstrompreis notwendig.

Eine breite Basis aus Gewerkschaften, Unternehmen, Verbänden und auch der Politik fordert ein zügiges Handeln der Bundesregierung. Bereits Anfang der Woche hat der VCI gemeinsam mit der Branchengewerkschaft IGBCE und dem Chemie-Bundesarbeitgeberverband in einem „Weckruf“-Brief an Bundestagsabgeordnete und Ministerpräsidentinnen und -präsidenten noch einmal auf die Notwendigkeit wettbewerbsfähiger Strompreise für die Zukunft der Branche hingewiesen. Zusätzlich dazu hat auch die „Allianz pro Brückenstrompreis“ die zunehmende Dramatik der Lage aufgezeigt.

Der VCI und seine Fachverbände vertreten die Interessen von rund 1.900 Unternehmen aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie und chemienaher Wirtschaftszweige gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2022 setzten die Mitgliedsunternehmen des VCI rund 260 Milliarden Euro um und beschäftigten knapp 550.000 Mitarbeiter.