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Letzte Aktualisierung: 17.06.2024

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Unwettertief droht zum Wochenende

von Ilse Romahn

(29.05.2024) Die Tiefdruckparade nimmt kein Ende: Am Wochenende deutet sich nun die nächste brisante Wetterlage an. Ein Tief liegt genau über Deutschland und bewegt sich kaum von der Stelle. Die Folgen sind große Regenmengen und Überflutungs- sowie Hochwassergefahr. Im Laufe der zweiten Wochenhälfte verlagert sich ein Tief von den Britischen Inseln nach Deutschland und zieht am Wochenende kaum weiter.

Ein Tief nistet sich am Wochenende über Deutschland ein und bringt regional viel Regen
Foto: WetterOnline
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„Diese Wetterlage sollte man gut im Auge behalten. Es besteht erhöhte Unwettergefahr durch ergiebigen Dauerregen. Nach jetzigem Stand der Wettermodelle könnte vor allem der Süden und Osten Deutschlands betroffen sein. Das kann sich aber in den nächsten Tagen nochmal verschieben“, warnt Niklas Weise, Meteorologe von WetterOnline.

Über 100 Liter Regen pro Quadratmeter
Besonders in den nördlichen Staulagen der Gebirge könnte es den meisten Regen geben. Die Wettermodelle berechnen aktuell einen Niederschlagsschwerpunkt zwischen dem Erzgebirge und dem nördlichen Alpenrand. Bis Anfang nächster Woche können in der Spitze deutlich über 100 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen. Flüsse und Bäche führen bei diesen Mengen dann schnell Hochwasser, auch kleinere Erdrutsche sind bei bereits aufgeweichten Böden möglich.

Ähnliche Wetterlage wie bei der Ahrtal-Flut?
Die Wetterlage am Wochenende zeigt Parallelen zum Tief BERND im Juli 2021. Damals sorgte das Tief besonders über dem Westen Deutschlands für extreme Regenmengen und ein katastrophales Hochwasser unter anderem im Ahrtal.

Auch wenn sich die Wetterlagen auf den ersten Blick ähneln und das Tief eine ähnliche Zugbahn nimmt, gibt es einen entscheidenden Unterschied: Die Luft war bei der Ahrtal-Flut ein paar Grad wärmer und deutlich feuchter. 

Außerdem spielt es eine entscheidende Rolle, wo und über welchen Zeitraum die größten Niederschlagsmengen fallen. Große Regenmengen haben im Flachland eine geringere Auswirkung, da das Wasser hier in der Regel gut abfließt. Kritisch wird es, sobald viel Regen in kurzer Zeit in einer gebirgigen Umgebung fällt, da sich das Wasser dann im Tal sammelt und in kurzer Zeit abfließen muss. 

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