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Letzte Aktualisierung: 06.12.2022

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Unternehmensanleihen – eine Alternative zu Festgeld oder Staatsanleihen

von Bernd Bauschmann

(24.11.2022) Bei der derzeitigen Inflation schrumpfen die Werte auf Spar- und Girokonten um knapp 10 Prozent im Jahr. Doch dieser Geldentwertung sind auch private Kleinanleger nicht schutzlos ausgeliefert.

Symbolfoto
Foto: Pexels / cottonbro studio
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Wer sein Geld clever investiert, kann vielleicht sogar in diesen schwierigen Zeiten sein Vermögen halten oder sogar vergrößern. Unternehmensanleihen bzw. corporate bonds avancieren dabei gerade zum Geheimtipp. Privatanleger sollten sich jedoch auf jeden Fall professionell beraten lassen und auch Anlageberater und Händler müssen ihr Wissen immer wieder updaten – zum Beispiel mithilfe des Expertenwissens und Coaching-Angebots von trading.de, um die maximale Rendite bei minimalem Risiko zu erzielen.

Die besten Renditen gibt es nur bei hohem Risiko
Das Prinzip, das wer die höchsten Renditen erzielen will, auch das höchste Risiko eingehen muss, gilt für nahezu alle Anlageformen. Ein absolut vertrauenswürdiger Akteur bekommt immer günstigere Kredite als sein windiger Konkurrent. Aus der Perspektive der Geldanleger heißt das, dass bei einem Kredit für einen Pleitekandidaten wesentlich mehr Zinszahlungen zu erwarten sind als bei einem Kredit für einen solventen Marktteilnehmer.

Das Kreditausfallrisiko aufgrund von Insolvenz bestimmt den Zins und damit die Rendite. Für Privatanleger kann die Zahlungsunfähigkeit einer Firma allerdings den Ausfall des gesamten Investments bedeuten. Experten in Sachen Finanzberatung wie trading.de weisen deshalb darauf hin, dass es bei dem perfekten Investment immer um eine individuelle Abwägung von Renditeerwartungen und Risiko geht.

Staatsanleihen zu wenig profitabel
In der Kategorie Staatsanleihen von wirtschaftlich soliden Staaten wie Deutschland zum Beispiel hat man so gut wie kein Ausfallrisiko. Deshalb zahlt der deutsche Staat auch fast keine Zinsen, wenn er sich Geld am Kapitalmarkt leiht. Staatsanleihen gelten daher als eine äußerst sichere, aber wenig profitable Form der Geldanlage.

Zu den Zeiten der Nullzinspolitik der Zentralbanken war sogar die Rede von Negativzinsen. Investoren zahlten also Zinsen an die Bundesrepublik Deutschland, um ihr Geld in deutschen Staatsanleihen halten zu dürfen. Sie erkauften sich damit zumindest die Sicherheit, die geleisteten Einlagen nach Ablauf der Anleihefrist in voller Höhe zurückzuerhalten.

Das ist in Zeiten der Geldentwertung keine schöne Aussicht und daher derzeit auch keine empfehlenswerte Anlageform. Aber die Zeiten der Nullzinspolitik sind vorbei und steigende Zinsen in Verbindung mit einer erwarteten Rezession bringen eine andere Form der Anleihe zurück in den Fokus der Anlageberater, wie Andre Witzel von trading.de verrät.

Unternehmensanleihen versprechen gute Renditen bei geringem Risiko
Nicht nur Staaten versorgen sich am Kapitalmarkt mit Geld, sondern auch Unternehmen emittieren Anleihen, die von Anlegern gekauft werden können. Der Anleger gibt dem Unternehmen zu einer verabredeten Laufzeit und einem festen Zins einen Kredit, wie Andre Witzel Unternehmensanleihen erklärt.

Der Zins richtet sich dabei nach der Laufzeit, den Leitzinsen beziehungsweise dem allgemeinen Zinsniveau und dem Kreditausfallrisiko. Am Ende der Restlaufzeit bekommt der Anleger seine Krediteinlage in voller Höhe zurück. Die Rendite ergibt sich aus den über die Laufzeit gezahlten Zinsen des Unternehmens.

Unternehmensanleihen können entweder bis zum Ende der Laufzeit gehalten oder auch gehandelt werden. Der Wert, mit dem man eine Unternehmensanleihe weiterverkaufen kann, ist der Kurswert. Dabei verhalten sich Kurswert und Zins entgegengesetzt zueinander.

Zinsen und Kurswerte verhalten sich bei Anleihen gegenteilig zueinander
Wenn ein Unternehmen heute eine Anleihe mit 5 Prozent Zins emittiert und ein Anleger hält bereits eine Anleihe mit 3 Prozent, dann wird der Kurs der gehaltenen Anleihe sinken. Denn mit der gleichen Investitionssumme sind heute am Markt 5 Prozent Rendite zu erzielen. Um absolut dieselbe Rendite mit einer mit 3 Prozent verzinsten Anleihe zu erzielen, müsste ein höherer Betrag investiert werden. Das ist gleichbedeutend mit einem Kurswertverlust für die bestehende Anleihe. Deshalb geht die Empfehlung der Experten von trading.de auch nicht in die Richtung bestehende Anleihen aufzukaufen, da diese großteils noch aus der Niedrigzinsperiode stammen.

Es geht in Zeiten eines steigenden allgemeinen Zinsniveaus, wie so oft, darum, den richtigen Zeitpunkt für einen Einstieg zu erkennen und abzuwarten. Dieser, da sind sich viele Experten einig, könnte bald bevorstehen, denn momentan steigen die Zinsen. Für bestimmte Unternehmensbereiche und bestimmte, kürzere Laufzeiten könnte der Zeitpunkt für Anleger bereits gekommen sein, denn die Experten sprechen diesen bereits heute die höchsten relativen risikoadjustierten Ertragspotenziale aller Anleiheformen zu. Welche Unternehmensanleihen mit welcher Laufzeit oder Restlaufzeit zurzeit attraktiv sind und auch zur eigenen Anlagestrategie passen, evaluieren die Experten von trading.de je nach Marktlage immer wieder neu.

Weitere Alternativen
Staatsanleihen und Festgeld werden derzeit nicht als gute Anlageformen betrachtet, da ihre Renditen von der Inflation mehr als aufgefressen werden. Wie es mit dem Immobilienmarkt weitergeht, ist auch unklar. Außerdem sind die Preise hier schon zu hoch, um noch eine gute Rendite zu erzielen. Bleiben noch Aktien.

Diese sind für Anleger natürlich immer eine Alternative zu Anleihen und die Dividenden attraktiver Firmen können durchaus mit den Kreditzinsen bei Unternehmensanleihen mithalten. Allgemein kann dem Aktienhandel ein etwas höheres Risiko im Vergleich zur Investition in Unternehmensanleihen vertrauenswürdiger Unternehmen zugeschrieben werden. Denn gerade, wenn es darum geht, über Kursgewinne und nicht über Dividenden Rendite zu erzielen, ist eine äußerst gute Marktübersicht vonnöten, um nicht zum falschen Zeitpunkt in das falsche Unternehmen zu investieren, wie Andre Witzel von trading.de erklärt.

Wer sein Geld unabhängig von den Kursentwicklungen am Aktien- oder Anleihemarkt vermehren will, kann daher in Anleihen investieren und diese bis zum Ablauf halten und mit soliden Zinsgewinnen rechnen. Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass auch Unternehmensanleihen vollständig ausfallen können, wenn Unternehmen insolvent gehen. Bei den Coachings von trading.de und in ihren aktiven Telegram-Gruppen erfahren Anleger stets die aktuellen Trends und erhalten Tipps zu den derzeit attraktivsten Optionen.

Auf sehr lange Sicht gesehen kann der Aktienrendite keine weitere Anlageform das Wasser reichen. So fand die Schweizer Bank Pictet heraus, dass wer im Jahr 1926 100 Franken in Aktien investierte, 2021 mit einem inflationsbereinigten Depotwert von 20.592 Franken rechnen durfte.