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Letzte Aktualisierung: 22.09.2021

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Union International Club erhält Erbbaurecht für Villa Merton

von Ilse Romahn

(12.07.2021) Stadtrat Jan Schneider: "Die Zukunft des denkmalgeschützten Anwesens in Bockenheim ist gesichert."

Die Villa Merton in Bockenheim
Foto: Union International Club
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Mit der Bestellung eines Erbbaurechts für die Villa Merton sichert die Stadt Frankfurt am Main die Zukunft des unter Denkmalschutz stehenden Anwesens in Bockenheim. Es kann auch künftig vom Union International Club (UIC) genutzt werden, der die Villa bereits seit mehreren Jahrzehnten von der Stadt gemietet hat. Mit der Umstellung auf einen über 60 Jahre laufenden Erbbaurechtsvertrag, den das Amt für Bau und Immobilien ausgehandelt hat, gehen alle Verpflichtungen zum Bauunterhalt auf den Club über. Die Vorlage von Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider, die der Magistrat beschlossen hat, wird nun der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung vorgelegt.

„Für das bedeutende Baudenkmal haben wir auch in Zukunft einen zuverlässigen Partner“, sagte Schneider. „Der Union International Club ist einer der renommiertesten Vereine Frankfurts und macht sich sehr um die Völkerverständigung verdient. Das Erbbaurecht gewährt Planungssicherheit und ist eine für beide Seiten vorteilhafte Lösung.“

Barbara von Stechow, Präsidentin des UIC, sagte: „Ich danke der Stadt Frankfurt ausdrücklich dafür, die Zukunft des Union International Club durch die Bestellung eines Erbbaurechtsvertrags für die nächsten 60 Jahre zu sichern. Wir freuen uns sehr, die denkmalgeschützte Villa ganz im Sinne von Richard Merton auch weiterhin als Stätte der internationalen Begegnung und der Völkerverständigung nutzen und dies auch den nachfolgenden Generationen ermöglichen zu können. Der Abschluss des Erbbaurechtsvertrags bedarf nun noch der Zustimmung der Mitglieder des Union International Club, die bei der anstehenden Mitgliederversammlung eingeholt werden soll.“

Zum Hintergrund: Die Villa Merton wurde 1927 nach Plänen des Frankfurter Architekten Anton Eyssen als Wohnhaus im neobarocken Stil in der Straße Am Leonhardsbrunn in Bockenheim errichtet. Im Jahr 1953 übertrug der Eigentümer Richard Merton das Anwesen der Stadt Frankfurt am Main mit dem Ziel, dort eine Stätte der internationalen Begegnung zu errichten. Aus dem American Press Club, dem ersten Nutzer, entwickelt sich 1956 der Union International Club (UIC). Seit mehr als sechs Jahrzehnten hat der Club, der sich die Völkerverständigung zum Ziel gesetzt hat, seinen Sitz in der angemieteten Villa Merton auf einem Anwesen im Diplomatenviertel. Neben den Clubräumen und Gästezimmern befinden sich in dem Gebäude ein Gourmet-Restaurant und ein Bistro. (ffm)