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Umweltfreundliche Zustellung per E-Fahrrad: DHL Express startet City-Hub in Frankfurt

Einsparung von fast 20 Tonnen CO2 pro Jahr

DHL Express, der weltweit führende Anbieter internationaler Express-Services, nimmt heute sein neues City-Hub für den Einsatz von Lastenfahrrädern in der Frankfurter Innenstadt in Betrieb. Nach erfolgreichen Tests, unter anderem in Frankfurt, startet DHL jetzt in der Klapperfeldstraße/Ecke Heiligkreuzgasse seinen zentralen Umschlagspunkt für die innerstädtische Express-Zustellung.
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DHL Express startet City-Hub in Frankfurt
Foto: Deutsche Post DHL Group

„Wir freuen uns, gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern heute unser zukunftsweisendes City-Hub-Konzept vorstellen zu können. Von unserem DHL Express City Hub aus übernehmen vier Lastenfahrräder nun dauerhaft Zustelltouren in der Innenstadt. Somit tragen wir durch reduzierte CO2-Emissionen einerseits zum Umweltschutz bei und fördern andererseits den innerstädtischen Verkehrsfluss. Unsere Kunden profitieren sowohl dadurch als auch durch mehr Flexibilität und Zeitersparnis von diesem neuen Service auf der letzten Meile“, sagt Markus Reckling, Managing Director von DHL Express Deutschland.

Umweltfreundlich und schnell
DHL Express hat die Lösung in Kooperation mit der Stadt Frankfurt, der IHK Frankfurt, dem House of Logistics and Mobility (HOLM) und der Frankfurt University of Applied Sciences realisiert. Der City-Hub fungiert als Mikrodepot für Fahrradkuriere und ist deshalb für die Zustellung auf der letzten Meile besonders interessant. Zum einen kann jedes der vier DHL Parcycles bis zu 80 Sendungen befördern. Zum anderen werden die Fahrleistung und Fahrzeit standardmäßiger Zustellfahrzeuge und damit auch die CO2-Emissionen reduziert. Der Frankfurter City-Hub ersetzt zwei Zustellfahrzeuge und spart so jährlich rund 20 Tonnen CO2 sowie weitere Emissionen ein.    

„Die stetig wachsende Zahl von Sendungen, die in unseren Städten zugestellt werden, und der zunehmende Verkehr mit all seinen Begleiterscheinungen sind für uns Anlass, neue, stadtverträgliche Lieferkonzepte zu entwickeln. Das Mikrodepot, das DHL jetzt in Betrieb nimmt, ist ein weiteres Beispiel, wie intelligente Lösungen für die urbane Logistik ökonomisch sinnvoll und ökologisch erfolgreich betrieben werden können“, sagt Bianca Martin, Leiterin der Abteilung Inhalte und Innovationsförderung der House of Logistics and Mobility (HOLM) GmbH.

„Die Vorteile von Fahrradkurieren liegen auf der Hand: Sie können Verkehrsstaus umgehen und kommen im Vergleich zu Zustellfahrzeugen pro Stunde auf bis zu doppelt so viele Zustellstopps. Darüber hinaus sind die Betriebskosten über die gesamte Nutzungsdauer deutlich geringer als die eines Transporters“, erläutert Markus Reckling.

Und so funktioniert‘s: Am Morgen werden die Sendungen aus der DHL Express-Station Frankfurt mit einem Van zum City-Hub gebracht. Dort laden die Fahrradkuriere die Sendungen auf die vier Lastenfahrräder um. Sendungen, die nicht aufs Lastenfahrrad passen, werden im Container zwischengelagert. Die Fahrradkuriere können so während ihrer Tour mehrmals den Container anfahren und nachladen. Die Akkus für die Lastenfahrräder werden jeden Morgen aufgeladen und zusammen mit den Sendungen zum City-Hub transportiert. Abends werden die Akkus zur DHL Express-Station gebracht, wo sie über Nacht aufgeladen werden.

Stichwort „GoGreen“
Ziel des Umweltschutzprogramms GoGreen von Deutsche Post DHL Group ist die Minimierung der Umweltwirkung des Konzerns. Der Schwerpunkt liegt auf der Optimierung der CO2-Effizienz aller betrieblichen Aktivitäten. Daher hat sich der Konzern ein ehrgeiziges Ziel für den Klimaschutz gesetzt: Er will seine CO2-Effizienz bis 2020 im Vergleich zu 2007 um 30 Prozent verbessern. Auf globaler Ebene will Deutsche Post DHL Group bis 2050 alle logistikbezogenen Emissionen netto auf null reduzieren. Das Unternehmen trägt damit zur Zielerreichung des Pariser Klimaschutzabkommens bei, die globale Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, und unterstützt ebenso die Agenda 2030 der Vereinten Nationen.