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Letzte Aktualisierung: 06.07.2020

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Umweltdezernentin Heilig zum Tag der biologischen Vielfalt

Beim Artenschutz nicht nachlassen

von Ilse Romahn

(25.05.2020) Anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai hat Umweltdezernentin Rosemarie Heilig an die Bedeutung von Umwelt- und Artenschutz erinnert:

„Der Erhalt der Lebensräume von Pflanzen und Tieren ist eine zentrale Aufgabe der Stadtentwicklung. Der Tag der Artenvielfalt erinnert uns daran, dass wir hierbei nicht nachlassen dürfen.“

Einen weiteren Beleg dafür sieht Heilig im „Bericht zur Lage der Natur“, der in dieser Woche vom Bundesamt für Naturschutz veröffentlicht wurde. Demnach gibt es zwar positive Entwicklungen, so habe die Renaturierung von Flüssen zur Erholung der Natur beigetragen. Gleichzeitig attestiert der Bericht aber der Agrarlandschaft einen „besorgniserregenden“ Zustand. Bedroht seien insbesondere Schmetterlinge und andere Insektenarten, die auf blütenreiche Wiesen angewiesen sind.

Nach Erhebungen des Naturschutzbundes für Deutschland (NABU) befinden sich mehr als zwei Drittel der nach EU-Naturschutzrichtlinien zu schützenden Arten in einem ungünstigen Erhaltungszustand, mehr als ein Drittel dieser Arten und fast die Hälfte der Lebensraumtypen weisen einen negativen Entwicklungstrend auf. Der BUND hat den Bericht zur Lage der Natur zum Anlass genommen, auf die Wichtigkeit von Naturschutz in Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens hinzuweisen.

„Die Reaktionen zeigen, dass wir in Frankfurt bezüglich Artenschutz auf dem richtigen Weg sind“, hob Rosemarie Heilig hervor. Als Beispiele nannte sie die Renaturierungen an Nidda und im Fechenheimer Mainbogen. „Da fühlen sich nicht nur die Fische wohl, sondern auch allerlei Insekten. Auch der Biber wäre ohne die naturnahen Uferabschnitte nicht in Frankfurt heimisch.“

Weiter sorge das Projekt „Städte wagen Wildnis“ dafür, dass sich Flora und Fauna auf ausgewählten Flächen ungehindert entfalten könnten. „Mit dem in Arbeit befindlichen Arten- und Biotopschutzkonzept werden wir bald eine Fachgrundlage haben, die es uns ermöglicht in vielen Entscheidungen die biologische Vielfalt zu stärken“ so Heilig.

„Letztlich schützen wir mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt auch uns selbst“, sagte Heilig. „Wenn wir Tieren und Pflanzen ausreichend Lebensräume lassen, vermindern wir damit die Gefahr von Epidemien.“ (ffm)