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Letzte Aktualisierung: 27.02.2021

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Um Ulm führt einfach kein Weg herum

Skyliners verlieren nach der Halbzeit den Faden: 68:87

von Norbert Dörholt

(16.02.2021) Erneut bringt ein Viertel die Vorentscheidung. Die Frankfurter Bundesliga-Basketballer Fraport Skyliners starten nach der Niederlage gegen Ulm erst am Freitag nun am Sonntag zuhause gut in die Partie gegen ratiopharm ulm und gestalten die erste Halbzeit ansehnlich und spannend. Im dritten Viertel gelingt dann sogar der Ausgleich, aber danach spielen im Grunde nur noch die Gäste (20:23 – 20:21 – 11:21 – 17:22). Frankfurter Topscorer wird Rasheed Moore mit 18 Punkten.

Foto: Fraport Skyliners
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So geht es weiter: Nach der zweiwöchigen Pause aufgrund des Nationalmannschaftsfensters geht es für die Fraport Skyliners in Bamberg weiter. Am Samstag, den 28.2., ist um 15 Uhr Sprungball, live bei MagentaSport.

Das Wichtigste auf einen Blick:

Starting Five: Quantez Robertson, Matt Mobley, Rasheed Moore, Michael Kessens, Joe Rahon
Nach Ausgleich im dritten Viertel zieht Ulm davon
Ulmer Dreier (16/29) und Verteidigung als Schlüssel.
Frankfurt erzielt in Halbzeit zwei lediglich 28 Punkte
„Wenn ich wüsste, dass es bei uns nur an der Müdigkeit liegt, dann wäre ich beruhigt. Aber es ist mehr. Wir müssen das jetzt analysieren und dann die richtigen Schlüsse ziehen“, sagte der Frankfurter Headcoach Sebastian Gleim etwa ratlos nach dem Spiel.

Jaka Lakovic, der Cheftrainer von ratiopharm ulm, meinte: „Das Spiel war in der ersten Halbzeit ausgeglichen. Wir hatten Probleme mit der Switch-Verteidigung der Frankfurter. Sie konnten dadurch das Momentum für sich entscheiden. Neben unserer sehr guten Wurfquote war es in der zweiten Halbzeit unsere Verteidigung, die den Weg zum Sieg geebnet hat. Nur 28 Punkte in 20 Minuten zu bekommen war für uns der Schlüssel. Zudem konnten wir Matt Mobley, Frankfurts besten Scorer, gut aus dem Spiel nehmen. Wenn man sich die Effektiv beider Teams anschaut, 103 zu 70, dann denke ich, dass wir verdient gewonnen haben. Ich wünsche Frankfurt für den Rest der Saison viel Erfolg und hoffe, dass wir das Nationalmannschaftsfenster ein wenig nutzen können, um uns zu regenerieren.“  

Spielverlauf

Q1 – Spannender Auftakt: Immer mit Dampf Richtung Korb geht es für die Fraport Skyliners in der Anfangsphase der Partie. Man will von Beginn an klar machen, dass man als Gastgeber ja auch gewisse Geberqualitäten mitbringt – 7:4 (4. Minute). Ulm indes passt sich an die Frankfurter Aggressivität im Laufe des Viertels an und kann in der 7. Minute mit 9:12 in Führung gehen. Die Schlussphase des Viertels gestaltet sich mit schönen Aktionen beider Teams spannend und ausgeglichen – 20:23

Q2 – Über kurze Pausen zurück in die Spur

Es dauert gerade mal 33 Sekunde, da nimmt Headcoach Sebastian Gleim die Auszeit nach einem Ulmer Dreier. Danach fällt auf, dass seine Jungs wieder vermehrt den Weg Richtung Korb suchen und auch defensiv aggressiver zu Werke gehen - 27:33 (15.). Aber die Ulmer lassen sich nicht beirren und treffen weiter hochprozentig ihre (Dreipunkte-)Würfe – 27:38 (16.). Eine weitere Gleim-Auszeit bringt aber neue Energie ins Spiel und die Fraport Skyliners arbeiten sich mit viel Herz und Leidenschaft zum Halbzeitstand von 40:44.

Q3 – Eine Höhe, zu viele Tiefen

Da scheint es genau die richtigen Worte in der Kabine gegeben zu haben. Die Fraport Skyliners kommen mit guter Körpersprache, guter Verteidigung und guter Intensität zurück ins Spiel. Die Folge ist ein 5:0-Lauf und die Führung auf der eigenen Seite – 45:44 (23.). Doch ist es mittlerweile fast schon Tradition, dass auf eine gute Frankfurter Phase wieder eine durchwachsene folgt. So auch heute. Ein 8:0 Lauf der Gäste muss per Auszeit unterbrochen werden. Bis Ende des Viertels leistet man sich zudem zu viele Ballverluste, um den Rückstand zu verkürzen – 51:65.  

Q4 – Kein Feuerlöscher in Sicht

Zwei Dreier von Ulm zum Auftakt des Viertels machen die Herausforderung ziemlich groß. Zwar wehren sich die Frankfurter mit allen Kräften, doch Ulm bleibt von der Dreierlinie heiß und hört daher auch nicht auf, einen Wurf nach dem anderen abzufeuern – 58:74 (34.). Und so gelingt es den Frankfurter nicht mehr, die große Wende einzuläuten. Der Endstand von 68:87 ist vielleicht ein wenig hoch, nichtsdestotrotz ist der Ulmer Sieg am heutigen Abend verdient.

Der schönste Frankfurter Angriff–- Hoch, höher, Kamari Murphy

Wo kam der denn her wird sich die Ulmer Verteidigung in der siebten Minute zu Kamari Murphy gefragt haben. Hier die Auflösung: Der Frankfurter Big Man spielte kurz zuvor ein blitzschnelles Blocken und Abrollen mit Quantez Robertson oben an der Dreierlinie. Das Play ging aber so schnell vonstatten, dass Kamari völlig frei in der Zone zum Absprung kommt, nachdem sein Kapitän den Ball hoch angesetzt in Richtung Korb passt. Die einzige Gefahr, die jetzt noch besteht ist, dass sich Kamari den Kopf am Ring stößt. Das vermeidet er allerdings geschickt und stopft stattdessen massiv mit beiden Händen für die nächsten Punkte zum 11:12 ein.

Die nächsten Spieltermine der Fraport Skyliners

Sonntag, 28.2.2021, um 15 Uhr in Bamberg
Donnerstag, 4.3.2021, um 19 Uhr in Vechta 
Sonntag, 7.3.2021, um 15 Uhr zu Hause gegen Göttingen
Samstag, 13.3.2021, um 18 Uhr Hessenderby zu Hause gegen Gießen

Alle Termine gibt es in der kostenlosen App der Fraport Skylilners. Zu sehen sind alle Spiele live bei MagentaSport