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Über den Dächern - High Light Cinema erfolgreich

Frankfurts Hochhaus-Wanderkino hat auch bei seiner dritten Ausgabe die besondere Architektur der Stadt zur Kulisse und zum Gegenstand des Kinos gemacht. Vom 23. Juli bis 16. August verwandelte LICHTER an dreizehn Abenden über vier Wochen hinweg drei Dachterrassen in temporäre Freiluftkinos. Das weltweit einzige Hochhaus-Wanderkino seiner Art erwies sich erneut als großer Publikumserfolg: Sämtliche Vorstellungen waren nach Freischaltung der Tickets innerhalb von weniger als einer Stunde ausverkauft.

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High Rise Cinema
Foto: Norbert Miguletz

Frankfurt besitzt wie kaum eine andere europäische Stadt eine Skyline, die ihr Bild und ihre Wahrnehmung prägt. Diese besondere Hochhauslandschaft bildet den Ausgangspunkt des HIGH RISE CINEMA. Möglich wurde das Projekt auch durch die finanzielle Unterstützung der Stadt Frankfurt am Main.

 Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig freut sich über den Erfolg des noch jungen Formats: „Das High Rise Cinema bietet Freiluftkinoerlebnisse in ganz besonderer Atmosphäre und an Orten, die sonst häufig verborgen bleiben. Wenn Kino an wechselnden Orten über den Dächern Frankfurts stattfindet, entstehen nicht nur außergewöhnliche Filmabende, sondern auch neue Perspektiven auf die Stadt und ihre Architektur. Solche Formate bereichern das kulturelle Leben Frankfurts: Sie bringen Menschen zusammen und machen die Stadt selbst zum Teil des Erlebnisses. Umso mehr freut mich die große Resonanz, die das High Rise Cinema auch in diesem Jahr wieder erfahren hat.“

Präsentiert von Lufthansa begann die dritte Ausgabe auf der gemeinsamen Dachterrasse von Grünflächenamt und Amt für Straßenbau und Erschließung. Von dort wanderte das Kino ins Hochhauscluster des Bankenviertels auf den TaunusTurm und schließlich für zwei Wochen auf den OpernTurm am Opernplatz.

Gerade im Kontrast zur Bewegung der Stadt entfaltet HIGH RISE CINEMA seinen besonderen Reiz. Während unten Verkehr, Menschen und Lichter in Bewegung sind, wird es oben plötzlich ruhig. Aus der Höhe wird die Stadt zum Bild und kleine Details treten umso deutlicher hervor. Vom TaunusTurm waren das Riesenrad des Mainfests und bei klarer Sicht sogar der Odenwald zu sehen. Vom Grünflächenamt aus ließen sich vorbeiziehende Güterzüge, ein blutroter Mond und der Sonnenuntergang vor dem Taunus beobachten. Vom OpernTurm aus zogen Krähen auf Höhe der Dachterrasse vorbei, während weit unten auf dem Opernplatz Paare Salsa tanzten.

Das Programm verband aktuelle Kino-Highlights mit Klassikern und Jubiläen der Filmgeschichte. Den Auftakt machte Billy Wilders „Manche mögen’s heiß“ zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe; mit „La La Land“ und „Little Miss Sunshine“ wurden zudem zwei moderne Klassiker zehn beziehungsweise zwanzig Jahre nach ihrem Kinostart gezeigt.

„Dass die Karten auch bei der dritten Ausgabe innerhalb kürzester Zeit vergriffen waren, zeigt uns, wie groß das Bedürfnis nach besonderen gemeinschaftlichen Kinoerlebnissen ist. Viele Menschen kennen die Frankfurter Skyline aus der Ferne, hier befinden sie sich plötzlich mittendrin. Kino ermöglicht hier einen anderen Blick auf Filme und zugleich auf die eigene Stadt“, sagen Gregor Maria Schubert und Johanna Süß, die HIGH RISE CINEMA für LICHTER Filmkultur entwickelt haben. 

Gemeinsam mit dem parallel laufenden FREILUFTKINO FRANKFURT erreichten die beiden LICHTER-Sommerkinos in diesem Jahr bislang rund 16.000 Besucher. Für 2028 soll das Hochhaus-Wanderkino zurückkehren, möglichst auch mit neuen Orten und Perspektiven auf Frankfurt.

LICHTER Filmfest Frankfurt International