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Letzte Aktualisierung: 13.04.2021

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TuS Kriftel-Volleyball: Ein Punkt gewonnen, zwei verloren

von Adolf Albus

(02.03.2021) Am Ende haderten die Krifteler etwas mit den vergebenen Chancen den zweiten Satz zu gewinnen und damit vielleicht sogar das komplette Spiel. Allerdings wären die Krifteler vor der Partie beim FT 1844 Freiburg sicherlich froh gewesen einen Punkt aus dem Breisgau mitzunehmen.

Die Voraussetzungen zum Vortag waren auch nicht besser. Die verletzten und erkrankten fünf Spieler fehlten noch immer und das an einem Doppelspieltag mit zwei mehr oder weniger langen Auswärtsfahrten. Doch auch die Gastgeber hatten einen Doppelspieltag auf dem Programm, zwar zu Hause, aber immerhin steckten ihnen 5 gespielte Sätze vom Samstag in den Knochen. Dementsprechend mutig begannen die Krifteler die Partie. Aus einer sicheren Annahme heraus sowie starken Abwehraktionen erspielte sich die TuS einen 10:6 Start. Nachdem die Freiburger zwischenzeitlich aufholten, setzte Kriftel nach und führte sogar mit 21:14. Wie gewohnt taten sich die Krifteler schwer den Sack zu zumachen und die Gastgeber kamen noch einmal heran. Doch der dritte Satzball saß. Am Ende hieß es 25:22 für die TuS.

Den Schwung nahmen die Jungs in den nächsten Durchgang mit. Freiburg hatte Schwierigkeiten zu Punkten zu kommen. Ihre Angriffe wurden immer wieder vom Block oder der Abwehr entschärft und der Gegenangriff erfolgreich verwandelt. Die TuS führte schnell mit 11:5 und wenig später mit 15:10. Doch dann kam es wieder zu dem bekannten Bruch im Krifteler Spiel, eine Phase in der rein gar nichts funktionierte. Innerhalb von nur zwei Rotationen war Freiburg obenauf und führte plötzlich mit 20:16. Beim 24:21 hatten die Gastgeber 3 Satzbälle. Der an beiden Tagen stark aufschlagende Cedric Braetsch schaffte es noch einmal auszugleichen. Doch im nächsten Ballwechsel verpassten es die Gäste zwei Breakchancen erfolgreich abzuschließen und musste mit 24:26 den Satzausgleich hinnehmen. Das war ganz, ganz bitter.

Doch der Lernprozess der Krifteler setzt sich weiter fort. Auch aus solchen Rückschlägen lässt sich das Team von Trainer Schön nicht entmutigen. Sie schlugen zurück und erwischten wieder den besseren Start und führten mit 14:7. Ganz souverän zogen sie diesmal ihren Stiefel durch und gewannen den dritten Abschnitt klar mit 25:15.

Die Hausherren wollten sich aber so schnell nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Freiburg hielt nun stark dagegen, zudem schlichen sich nun mehr Fehler in der Annahme und im Angriffsspiel ein. Der Partie war zunächst sehr ausgeglichen. In den technischen Auszeiten führten die Krifteler knapp mit 8:7 und 16:15. Doch ähnlich wie am Vortag konnten sie in der Crunch-time nicht mehr mithalten. Nach dem 21:22 mussten sie 3 Punkte und damit den Satzausgleich hinnehmen.

Im Entscheidungssatz war dann der Akku leer. In Annahme, Zuspiel und Angriff lief nichts mehr zusammen. Auch die sonst so starke Block-Feldverteidigung hatte keinen Zugriff mehr aufs Spiel. Beim 7:15 gab es keine Chance mehr auf den zweiten Punkt zu hoffen.

Bis auf den Verlust von Satz 2 war Trainer Schön auch zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. Im Block und Angriff glänzten immer wieder Nils Kreitling und Florian Bonadt, Cedric Braetsch war besonders im Service immer für einen Winner gut. Jannik Weber bestach aus dem Hinterfeld und Florian Ruhm und Tobias Thiel entschärften ein ums andere Mal die gegnerischen Angriffsversuche. Doch die Überraschung des Wochenendes war sicherlich Markus Floren, der als Ersatz des Ersatzes des Ersatzmanns auf der Diagonalposition immer wieder zu Punkten kam und es den Freiburgern richtig schwer machte. Stark ersatzgeschwächt und doch gepunktet. Das macht Hoffnung auf die wichtige Partie am kommenden Wochenende beim VC Dresden. Mit einem Sieg könnten die Krifteler erstmals seit langem einen Abstiegsplatz verlassen.

MVP der Partie wurde auf Krifteler Seite Libero Markus Floren.

Weitere Infos unter https://tuskriftel-bundesliga.de