TuS Kriftel gelingt Start in die Rückrunde
Beide Teams hatten Ausfälle zu verzeichnen, so fehlten auf Krifteler Seite zusätzlich zu den Langzeitverletzten auch noch Libero Felix Blume und mit Philip Büchi, Corin Lodderstedt sowie Maximilian König drei Mittelblocker. Letzterer war mit der Juniorennationalmannschaft unterwegs. Ein Glück, dass sich die zurückgetretenen Routiniers Nils Kreitling und Florian Bonadt zur Verfügung stellten, um auszuhelfen.
Zunächst merkte man beiden Teams nicht an, dass sie in der Winterpause vielleicht nicht so oft trainiert hatten. Aus der eigenen Abwehr wurden die Angriffe meist durchgebracht, sodass sich die Krifteler, trotz guter Blockarbeit, insbesondere von David Freitag, nicht absetzen konnten. Erst beim 21:18 schienen die Hausherren auf der Siegerstraße zu sein. Die Gäste hielten aber dagegen und glichen mit Hilfe von leichten Fehlern der TuS zum 23:23 aus. Beim ersten Satzball zog das Trainerteam Schön/Haratym den Aufschlagjoker und wechselten Marcel Knab ein, der sich trotz einer Dresdner Auszeit nicht aus der Ruhe bringen ließ und nervenstark ein Ass servierte. Beim 25:23 Auftaktsatz setzte vor Allem Sebastian Ruhm mit 6 Punkten ein Ausrufezeichen.
Der knappe Satzverlust schockte die Sachsen. Während Kriftel seine Performance erhalten konnte, erhöhte sich die Fehlerquote bei ihnen. Gästetrainer Hesse versuchte mit frühen Auszeiten (2:5/7:13) entgegenzuwirken, doch diese verpufften ebenso wie die späteren Spielerwechsel. Erst am Ende dieses Durchgangs wurde die Partie wieder offener, was aber nichts am deutlichen 25:19 Ausgang änderte. Das Duo Pascal Eichler (6 Punkte) und Tobias Thiel (3 Punkte) waren in dieser Phase nicht zu halten.
Mit der 2:0 Satzführung im Rücken und einer guten Annahme um Libero Florian Ruhm schienen die Krifteler früh in Richtung Dreisatz-Sieg unterwegs zu sein. Doch die Dresdner steckten nicht auf. Nach der frühen Führung ließen die Hausherren etwas in der Konzentration nach. Dresden kam Punkt für Punkt wieder heran und beim 16:16 war alles wieder offen. Doch dann kam der Volleyballrentner Nils Kreitling zum Aufschlag und brachte mit zwei Assen die Krifteler zurück ins Spiel. Der Block war nun fast unüberwindbar oder die Defensive kratzte die Bälle vom Boden und leitete den erfolgreichen Gegenangriff ein. Besonders Nils Weber zeigte in allen Spielelementen eine große Konstanz auf. Beim 24:18 war das Spiel gelaufen. Mehr wie eine Ergebniskosmetik war für die Gäste nicht mehr möglich. Mit dem 25:20 blieben alle drei Punkte in Kriftel, die damit einen kleinen Sprung in der Tabelle auf Platz 6 machten.
Die Szene des Tages fand allerdings auf Dresdner Seite statt. Beim Stande von 4:6 im dritten Satz gab Außenangreifer Martin Kroß eine Netzberührung zu, die vom Schiedsgericht vorher anders beurteilt wurde. Mehr Fairness geht nicht! Nicht nur wegen dieser Szene wurde er später auch mit der silbernen MVP Medaille ausgezeichnet. Gold ging an den Krifteler Kapitän Tobias Thiel, der souverän die Fäden zog.
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