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Letzte Aktualisierung: 22.11.2019

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Tumult in feurigem Gemüte / Goethe und Nicolai im Wortgefecht

Vortrag von Michael Knoche am 5. November im Goethe-Haus

von Ilse Romahn

(04.11.2019) Seit Nicolais ‚Freuden des jungen Werthers‘ als Antwort auf Goethes Sturm-und-Drang-Roman waren der Berliner und Weimarer Schriftsteller in herzlicher Feindschaft miteinander verbunden.

Michael Knoche
Foto: Klassik Stiftung Weimar, Foto: Maik Schuck
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Ohne dass Nicolais Verdienste als zentrale Gestalt der deutschen Aufklärung anerkannt worden wären, bildete er für Goethe und Schiller im Xenienstreit eine der Hauptzielscheiben ihrer Attacken.

So lautet etwa das Xenion 277: ‚Querkopf!‘ schreiet ergrimmt in unsere Wälder Herr Nickel. ‚Leerkopf?‘ schallt es darauf zum Walde heraus.

Noch schlimmer erging es Nicolai im ‚Faust‘. Aber der Angefeindete war in seinen Gegenangriffen nicht minder zimperlich. Der Vortrag zeigt, welch scharfe Trennlinie zwischen Aufklärung und Weimarer Klassik – jenseits des Persönlichen – diese Auseinandersetzung markiert.

Dr. Michael Knoche hat Germanistik, Philosophie und Theologie studiert und eine Bibliothekarsausbildung absolviert. Er war Angestellter bei wissenschaftlichen Verlagen und von 1991 bis 2016 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek der Klassik Stiftung Weimar.

Die Veranstaltung im Arkadensaal des Goethe-Haus am 5. November beginnt um 19 Uhr.

Eintritt: 4,- Euro / frei für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts.
Informationen und Karten: Tel. (069)13880-0 / E- Mail: anmeldung@goethehaus-frankfurt.de