Trauer um Rudolf Friedrich
CDU: Ein wahrer Freund der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler
Der langjährige Frankfurter Landtagsabgeordnete und Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Rudolf Friedrich, ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 90 Jahren. Der Vorsitzende der CDU Frankfurt, Dr. Nils Kößler, zeigt sich tief betroffen: „Mit großer Trauer haben wir vom Tod unseres lieben Freundes Rudi Friedrich erfahren. Er stand wie kaum eine andere Persönlichkeit der CDU und der gesamten Landespolitik für die besondere Verantwortung unserer Gesellschaft gegenüber den deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern“, sagte er.
„Und wie kaum ein anderer Politiker seiner Zeit setzte sich Friedrich, der selbst das Schicksal der Vertreibung zu meistern hatte, von Anfang an und damit lange vor der Deutschen Einheit für die berechtigten Anliegen der Vertriebenen ein. Es ist nicht zuletzt auch sein Verdient, dass Heimatvertriebene und Spätaussiedler in der CDU Hessen dauerhaft eine politische Heimat gefunden haben.“ Kößler erinnert auch daran, dass es Rudolf Friedrich zunächst gelungen sei, den CDU-Stadtbezirksverband Nordend, dem er von 1975 bis 1999 vorstand, zu einem schlagkräftigen und einem der größten Stadtbezirksverbände der CDU Frankfurt zu formen.
„Durch diese Stärkung der CDU Frankfurt und seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit als Landtagsabgeordneter hat er zielbewusst das Fundament für sein über Frankfurt hinausreichendes gesellschaftspolitisches Engagement gelegt. Wer mit Rudi Friedrich zu tun hatte, wusste, dass sein Wort galt“, so Kößler. „Er nutzte seinen Einfluss, um vielen Neubürgerinnen und Neubürgern zu einem möglichst guten Start in unserem Land zu verhelfen: Den mit der Deutschen Einheit und dem Ende des Ost-West-Konfliktes wachsenden Zuzug von deutschen Spätaussiedlern – vor allem aus der ehemaligen Sowjetunion – sah Friedrich genauso wie der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl als einmalige Chance zusammenzuführen, was lange getrennt war und doch zusammengehört.“
In seiner Funktion als Vorsitzender der Union der Vertriebenen (UdV) der CDU Hessen und insbesondere als erster Landesbeauftragter für Heimatvertriebene und Spätaussiedler des Landes Hessen ab 1999 setze Rudolf Friedrich Maßstäbe bei der Integrationsförderung. „Für diese herausragenden Verdienste gilt ihm unser großer Dank. Die CDU Frankfurt verneigt sich mit Dankbarkeit und Respekt vor ihm“, sagt Kößler. 2024 hat die CDU Frankfurt Friedrich mit der Alfred-Dregger-Medaille für sein politisches Lebenswerk ausgezeichnet.
Rudi Friedrich, geboren 1936 in Neudek im damaligen Sudetenland, war Beamter der Deutschen Bundesbahn. Seit 1959 CDU-Mitglied, gehörte er von 1970 bis 1974 der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung an. Von 1974 bis 2003 war Rudolf Friedrich Mitglied des Hessischen Landtags. 1999 wurde er von Ministerpräsident Roland Koch zum ersten Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler ernannt. Von 1978 bis 2005 hatte Friedrich den Landesvorsitz der UdV Hessen in der CDU inne und war von 1983 bis 1997 stellvertretender Bundesvorsitzender der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU Deutschlands.