Archiv-Nachrichten

Trauer um Horst Reber und Achim Frenz

Frankfurter Presseclub gedenkt seiner Mitglieder

Die Frankfurter Journalistenschaft trauert um Horst Reber. Gestern erreichte uns die Nachricht, dass er zu Beginn des Jahres kurz vor seinem 80. Geburtstag gestorben ist. Horst Reber zählte zu den ersten Mitgliedern des Frankfurter PresseClubs und ist ihm immer treu geblieben. Für Frankfurt war er ein journalistisches Urgestein, das mit leichter Feder die Berichterstattung der Boulevard-Medien über Sport und Gesellschaft stark geprägt hat.

Von Richard Kirn zur Frankfurter Neuen Presse geholt, wechselte er später zur Abendpost – Nachtausgabe, um nach deren Einstellung für Bild-Frankfurt zu schreiben. „Mit seiner positiven und verbindlichen Art hatte er ein weitgespanntes Netzwerk von Freunden und Kontakten, das weit über die Grenzen Frankfurts hinausging. Zahlreiche Prominente aus Funk, Fernsehen, Politik und Wirtschaft konnte er zu seinen Freunden zählen. Wir werden das Andenken an ihn bewahren“, schrieb der Beauftragte des Vorstands Nikolaus Münster. Und das ist keine Floskel, sondern dem wird gewiss auch so sein. Denn wer diesen stets freundlichen, humorvollen und energiegeladenen Kollegen kannte, der mochte, schätzte, ja liebte ihn auch.

Horst Reber ist nicht der einzige Verlust, den der Frankfurter PresseClub und die Frankfurter insgesamt zu beklagen haben. Denn auch Achim Frenz, der ehemalige Leiter des Museums Caricatura, ist vor wenigen Tagen unerwartet im Alter von 66 Jahren gestorben. Achim Frenz war Gründungsdirektor des Museums für Komische Kunst, hat dieses aufgebaut und zu einer über die Grenzen Deutschlands hin zu einer angesehenen Institution für Satire entwickelt. Im Fokus standen für ihn die Humoristen, Zeichner und Cartoonisten der Neuen Frankfurter Schule, aber auch andere Ausstellungen wie von Otto oder Loriot entwickelten eine große Strahlkraft. Erst im vergangenen Jahr wurde Achim Frenz in den Ruhestand verabschiedet.

„Er steckte noch voller Ideen und Tatendrang und wollte sich weiterhin für die Komische Kunst einsetzen als Autor, Dozent und auch als Herausgeber des Satire-Magazins Titanic. Dem Presseclub war Frenz seit vielen Jahren verbunden, da er der Kommunikation und der Entwicklung des Journalismus und der Medien große Bedeutung auch für seine Arbeit beimaß. Achim Frenz wird uns als eine Schlüsselfigur der humoristischen Szene in Erinnerung bleiben“, versicherte Nikolaus Münster anlässlich seines überraschenden Ablebens. Und liegt damit sicher ebenfalls richtig.