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Letzte Aktualisierung: 04.06.2020

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Toiletten an der Bockenheimer Warte werden instandgesetzt

WC-Anlage wegen erheblicher Vandalismusschäden geschlossen

von Ilse Romahn

(20.05.2020) Vandalismus und extreme Verschmutzung sind in den öffentlichen Toiletten der Stadt Frankfurt am Main zunehmend ein Problem. Jüngstes Beispiel ist die Anlage in der U-Bahn-Station Bockenheimer Warte.

Vandalismusschäden der Toilettenanlage in der U-Bahn-Station Bockenheimer Warte
Foto: Stadt Frankfurt / Amt für Bau und Immobilien
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Sie musste wegen erheblicher Schäden geschlossen werden. Bis Ende Mai wird sie im Auftrag des Amtes für Bau und Immobilien für rund 60.000 Euro instandgesetzt. Die Arbeiten sind dringend nötig, da die Situation in den Toiletten auch unter hygienischen Gesichtspunkten nicht mehr tragbar war. Unter anderem war es nicht mehr möglich, sich die Hände zu waschen, da die Siphons unter den Waschbecken entwendet wurden. Darüber hinaus wurden Trennwände und Drucktaster demoliert und Fliesen zerschlagen. Die Reparaturen werden in einer konzertierten Aktion durch einen Generalunternehmer vorgenommen. Ziel ist es, die Anlage schnellstmöglich wieder zu öffnen.

„Der Zustand der öffentlichen Toiletten ist uns ein wichtiges Anliegen“, betont Baudezernent Jan Schneider. So gebe es im Amt für Bau und Immobilien einen Qualitätsmanager, der die Reinigung überprüfe und die zügige Beseitigung von Schäden veranlasse. „Leider kommt es trotzdem immer wieder vor, dass sich öffentliche Toiletten in einem unbefriedigenden Zustand befinden. Sie werden mutwillig beschädigt, verschmutzt oder missbräuchlich genutzt.“

Ein Beispiel dafür ist auch die Toilettenanlage am Lokalbahnhof. Diese wurde erst 2015 saniert, musste aber zum Jahresende 2019 geschlossen werden, weil sie wiederholt erheblich beschädigt und verschmutzt worden war. Unter anderem wurden Türfüllungen herausgetreten, Scheiben eingeschlagen, Türen aus der Verankerung gerissen, Türklinken abgetreten, Waschbecken abgerissen und zerschlagen, Spiegel zertreten sowie Toilettenrollen, WC-Bürsten und Seifenspender entwendet. Allein im Jahr 2019 sind Schäden in Höhe von insgesamt rund 25.000 Euro entstanden. Nicht eingerechnet sind die Kosten für die zusätzliche Reinigung. Derzeit werden Maßnahmen konzipiert, mit denen Vandalismus in der Toilettenanlage verhindert werden soll. Vorerst wird am Lokalbahnhof ein Angebot mit mobilen Toiletten vorgehalten.

„Wir brauchen neue Lösungsansätze, um zu gewährleisten, dass die öffentlichen Toiletten in einem guten Zustand sind. Sie müssen benutzbar sein, ohne dass man sich dort ekelt oder unsicher fühlt“, sagt Schneider. Entsprechende Vorschläge fließen in das Toilettenkonzept ein, das der Magistrat demnächst den Stadtverordneten vorlegen wird. „Wichtig ist dabei, nicht nur die Zahl der Standorte zu erhöhen, sondern vor allem auch die Qualität der Angebote zu verbessern“, sagt der Baudezernent. (ffm)