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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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Tierischer Einsatz

Die Stadtpolizei ist nicht nur für Menschen da

von Ilse Romahn

(13.11.2020) Zu vier Notfällen der nicht alltäglichen Art rückten Stadtpolizisten in den letzten Tagen aus. Nach Hinweisen von Bürgern aus dem Bahnhofsviertel und dem Gallus seien dort Tiere in Gefahr gewesen. Vor Ort blickten die Stadtpolizisten in die Augen einer Waldschnepfe und einer chinesischen Wollhandkrabbe.

Die Waldschnepfe befand sich hinter einem Stromkasten im Kreuzungsbereich Mosel-/Taunusstraße. Sie machte einen verwirrten Eindruck und wurde durch die Bediensteten ohne größere Probleme eingefangen und dem Tierheim Fechenheim übergeben. Die abgängige Wollhandkrabbe wurde in der Idsteiner Straße aufgefunden. Da es sich nach Rücksprache mit dem Zoo um eine invasive, hier nicht seltene Art handelte, wurde dem Rat gefolgt und die Krabbe im Rebstockweiher ausgesetzt.

Darüber hinaus wurde der Stadtpolizei das Betteln mittels eines Hundewelpens vor einem Supermarkt in Bergen-Enkheim sowie ein Käfig mit Wellensittichen im Außenbereich einer Gaststätte in Sachsenhausen gemeldet. Beide Hinweise bestätigten sich. Das zum Betteln missbrauchte Hundebaby wurde durch die Veterinärbehörde des Ordnungsamtes sichergestellt. Die Wellensittiche, die der Besitzer nach eigener Angabe zum frische Luft Schnappen nach draußen stellte, wurden wieder nach drinnen gebracht.

Ordnungsamtsleiterin Karin Müller sagt dazu: „Es ist gut zu erleben, dass den Menschen in Frankfurt trotz der schwierigen Corona-Rahmenbedingungen der Blick für solche Feststellungen nicht verloren gegangen ist und sie die Stadtpolizei entsprechend informiert haben, die die tierischen Notlagen schnell lösen konnte.“ (ffm)