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Letzte Aktualisierung: 09.04.2021

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Telemedizin: Videosprechstunde erspart den Arztbesuch

Wohnzimmer statt Wartezimmer

von Adolf Albus

(01.04.2021) Videokonferenzen aus dem Homeoffice sind für viele Menschen mittlerweile selbstverständlich. Warum also nicht auch mal den Arzt per Bildschirm ins heimische Wohnzimmer holen? Ist der Aufenthalt in der Arztpraxis ohnehin meist kein Vergnügen, gilt dies unter Mund-Nasen-Schutz erst recht. Zudem dürften die Wartezeiten deutlich ansteigen, sobald sich die niedergelassenen Ärzte zusätzlich um COVID-19-Schutzimpfungen kümmern werden.

Wer zu Hause einen Computer mit Internetverbindung, ein Tablet oder ein Smartphone hat, muss bei leichten Krankheitssymptomen gar nicht erst vor die Tür und womöglich draußen vor der Arztpraxis in einer langen Schlange warten. „Im Zeitalter der Digitalisierung geht das auch anders: Dank der Telemedizin stehen Ärzte zu jeder Tages- und Nachtzeit, am Wochenende und im Urlaub mit Rat und Tat zur Verfügung“, erklärt Philipp Köster, Krankenversicherungsexperte und Bezirksdirektor der Barmenia Versicherungen Frankfurt am Main. Telemedizin bietet gerade in der aktuellen Situation einen großen Mehrwert. Sie ermöglicht es, zu Hause zu bleiben und so nicht notwendige Kontakte zu vermeiden. Dennoch ist der Service der Teleärzte vergleichbar mit dem einer Praxis: Neben Diagnose und Beratung sind auch Überweisungen zum Facharzt möglich. Die Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ist ebenso problemlos wie der Versand von Rezepten an die vom Patienten gewünschte Apotheke.

Rund um die Uhr Zugang zu Ärzten
Telemedizinische Leistungen sind bei einigen Anbietern privater Krankenversicherungen im Versicherungsschutz enthalten. Falls dies nicht der Fall ist, können sie auch separat versichert werden – ganz gleich, ob der Patient privat oder gesetzlich versichert ist. Wie bei den meisten Versicherungen lohnt auch hier ein Preis-Leistungs-Vergleich. Ist der Service unabhängig von Praxisöffnungszeiten? Gilt der Versicherungsschutz unmittelbar nach Vertragsabschluss oder ist stattdessen eine Gesundheitsprüfung oder eine Wartezeit vorgesehen?

Komfortable Ergänzung kein Ersatz
Telemedizin soll Arztbesuche nicht vollständig ersetzen, sondern ergänzen. Auch wer starke Beschwerden hat, kann sich bei den Teleärzten zunächst von zu Hause aus rasch medizinischen Rat einholen. Das entlastet Rettungsdienste, Arztpraxen und Krankenhäuser, die sich dann besser um die akute Behandlung schwerer Fälle kümmern können. „Für die meisten alltäglichen Krankheitssymptome ist die Telemedizin eine komfortable und sichere Alternative zum Besuch einer Arztpraxis. Tatsächlich nehmen die Menschen diesen Service in der aktuellen Situation besonders häufig in Anspruch“, sagt Köster.