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Letzte Aktualisierung: 19.04.2024

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Tee – eine außergewöhnliche Kamelie

von Ilse Romahn

(21.03.2024) Die Kamelien- und Azaleen-Schau im Palmengarten widmet sich dem Teegenuss in aller Welt

Impressionen der Kamelien- und Azaleen-Schau im Palmengarten
Foto: Palmengarten
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Von Donnerstag, 21. März, bis Sonntag, 14. April, bietet der Palmengarten eine Blumenschau für alle Sinne: Pünktlich zur Blütezeit werden dann die schönsten Kamelien und Azaleen aus der umfangreichen Sammlung des Gartens präsentiert. Deren rote, rosa und weiße Blüten sind nicht nur ein Genuss fürs Auge, manche duften auch betörend. Und auch der kulinarische Genuss kommt in diesem Jahr nicht zu kurz. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht nämlich eine Pflanze, die wortwörtlich in aller Munde ist: Camellia sinensis, die Teepflanze.

„Wir kennen Kamelien als hübsche Zierpflanzen“, sagt Palmengarten-Direktorin Katja Heubach. „Aber eine außergewöhnliche Kamelie bereichert unseren Alltag auch als Heißgetränk. Ob ein kräftiger Schwarztee, ein frischer Grüner Tee oder ein milder Weißer Tee – all diese Genüsse verdanken wir der Teepflanze, die übrigens auch Teil der Kamelien-Sammlung des Palmengartens ist.“

Diese gedeiht, ebenso wie die Azaleen-Sammlung, den Großteil des Jahres über versteckt in der nicht öffentlich zugänglichen Palmengarten-Gärtnerei. Rund 100 Kamelien- und 300 Azaleensorten werden dort gehegt und gepflegt. Zur Blütezeit steht für die schönsten Exemplare dann ein Umzug in die Galerie am Palmenhaus an, damit auch die Besucherinnen und Besucher die Pflanzen bewundern können.

Seite an Seite arrangiert geben die Kameliensträucher und die meist niedriger wachsenden Azaleen ein wunderbares Bild ab. Über die Ausstellungsdauer von rund dreieinhalb Wochen hinweg gibt es dabei immer wieder neue Blüten zu entdecken. Zum Auftakt der Ausstellung bezaubern vor allem die Kamelien mit üppigen Blüten, während die meisten Azaleen erst später aufblühen. Ergänzt wird das Ensemble von einer kleinen „Teeplantage“ am Eingang der Ausstellung, die auf das Schwerpunktthema einstimmt.

„Tee gilt nach Wasser als das meistkonsumierte Getränk der Welt. Dennoch wissen viele Menschen kaum etwas über seine Ursprünge“, erzählt Ulrike Brunken, die die Tee-Ausstellung gemeinsam mit Kustodin Hilke Steinecke kuratiert hat. „In der Ausstellung stellen wir deshalb die Teepflanze, ihre Verarbeitung und Kulturgeschichte vor.“ Mit dem jeweils passenden Teegeschirr dekorierte Vitrinen geben dabei Einblicke in verschiedene Teezeremonien aus aller Welt.

Das Rahmenprogramm lehnt sich an die lange japanische Teetradition an: Die Besucherinnen und Besucher erwartet unter anderem eine Ikebana-Präsentation, bei der Blumen und Zweige kunstvoll arrangiert werden. Auch ein Konzert mit dem traditionellen japanischen Gebetsinstrument Cithare und eine japanische Teezeremonie stehen auf dem Programm. Darüber hinaus werden verschiedene Führungen zu Tee und Kamelien angeboten. Ein Überblick über alle Veranstaltungen findet sich online unter palmengarten.de. In der Mediathek auf der Website wird ab der letzten Märzwoche auch die neue Folge des Palmengarten-Podcasts „Auf die Palme gebracht“ verfügbar sein, in der sich Heubach und Brunken über die lange Tradition des Teegenusses austauschen.

Der Palmengarten bedankt sich bei den Leihgebern des Teegeschirrs, Renate Tessmar-Leonardy und dem Unternehmen Platea, sowie der Agentur Performers für die Spende des Großbanners im Ausstellungsfoyer. (ffm)