Taunus Sparkasse überzeugt auch im Krisenjahr mit guten Ergebnissen
Foto: Taunus Sparkasse
Die Sondereffekte treiben das Ergebnis vor Bewertung deutlich auf insgesamt 86,7 Millionen Euro. Dies ist ein Plus von 50,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 57,5 Millionen Euro.
Zum guten Ergebnis trug zudem erneut das zum Jahresende 2020 von der EZB initiierte TLTRO-Programm bei, das bereits im Jahr 2021 mit rund sechs Millionen Euro bilanzwirksam war. Im vergangenen Geschäftsjahr resultierte aus dem EZB-Programm ein Zuwachs des Zinsergebnisses in Höhe von 5,7 Millionen Euro. „Mit dem TLTRO-Programm hat die EZB genau zum richtigen Zeitpunkt Banken und Sparkassen motiviert, die Kreditversorgung nicht zurückzufahren – und alle mit Liquidität ausgestattet. Wie richtig das war, haben auch die Entwicklungen in diesem Jahr in den USA gezeigt“, sagte Klink.
Robustes Geschäftsmodell hat sich im Krisenjahr 2022 bewährt
Erneut sind alle Produktgruppen erfreulich gut gewachsen und haben zu dem starken Ergebnis ihren Beitrag geleistet. Mit den Bilanzzahlen 2022 schreibt die Taunus Sparkasse ihre robuste Wachstumsgeschichte somit weiter fort. Zum elften Mal in Folge ist die Bilanzsumme gestiegen auf nunmehr 8,3 Milliarden Euro. „Wir konnten in einem schweren Krisenjahr mit immensen Wertverlusten an den Kapitalmärkten auf unser robustes Geschäftsmodell zählen. Unsere Kunden sehen in uns den verlässlichen Partner an ihrer Seite, den sie sich gerade in schwierigen Phasen wünschen“, sagt Oliver Klink. „Unsere langjährigen Investitionen in Beratungs- und Service-Qualität zahlen sich aus.“
Im Kundengeschäft konnte die Taunus Sparkasse erneut überzeugen: Die Einlagen der Kunden stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro (Vorjahr 5,5 Milliarden Euro). Im Kreditgeschäft steigerte die Taunus Sparkasse das Volumen um 2,8 Prozent auf aktuell 6,0 Milliarden Euro (Vorjahr 5,8 Milliarden Euro).
Das bilanzwirksame Geschäftsvolumen im Segment Privat- & Gewerbekunden, also die Summe aus Einlagen- und Kreditvolumen, stieg erneut um 70,2 Millionen Euro auf über 4,8 Milliarden Euro (Vorjahr 4,7 Milliarden Euro).
Die Sondereffekte für beide Jahre eingerechnet verbesserte sich die Rentabilität erheblich auf aktuell 53,4 Prozent (Vorjahr: 62,3 Prozent). Die Taunus Sparkasse belegt somit den zweiten Platz der 49 Sparkassen in Hessen und Thüringen und liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 62,6 Prozent. Ohne diese Sondereffekte hätte sie bei 66,5 Prozent gelegen.
Mit einer Steuerlast in Höhe von 27,2 Millionen Euro (Vorjahr 21,2 Millionen Euro) hat die Taunus Sparkasse erneut zur Stärkung der öffentlichen Haushalte beigetragen. Damit stieg die Gewinnthesaurierung von 57,1 Millionen Euro in 2021 auf aktuell 58,2 Millionen Euro – ein Wachstum von 1,9 Prozent. Dieser Gewinn wurde vollständig dem für die weitere Leistungsfähigkeit der Bank wichtigen Eigenkapital zugeführt – es stieg von 551,5 Millionen Euro in 2021 auf aktuell 609,7 Millionen Euro. Mit einer Eigenkapitalzuführung in Höhe von 58,2 Millionen Euro in 2022 (nach 57,1 Millionen Euro in 2021) hat die Taunus Sparkasse die Marktopportunitäten konsequent genutzt, um die Kapitalbasis zu stärken und sich für die erwartete Konjunktureintrübung zu wappnen. „Mit einer Kernkapitalquote von 13,24 Prozent zum Bilanzstichtag und 14,6 Prozent nach Gewinnthesaurierung fühlen wir uns solide aufgestellt und ausreichend stark, um auch in den anstehenden schwierigeren Zeiten unserer Aufgabe als verlässlicher Finanzierungspartner unserer Kunden nachzukommen“, sagt Oliver Klink. „In solchen Zeiten brauchen Kunden Sparkassen, die für sie da sind und sich nicht mit sich selber beschäftigen“, so Klink. „In den vergangenen beiden Jahren konnten wir durch gezielte Maßnahmen zusätzlich zur normalen Gewinnthesaurierung unser Eigenkapital um 67,0 Millionen Euro stärken. Und im Nachhinein kann man wohl feststellen: Wir haben beim Timing richtig Glück gehabt“, sagt Oliver Klink.
Fair und transparent gilt auch in und für 2023
Seit Jahresanfang verzeichnet die Taunus Sparkasse erfreuliche Zuwächse in allen Zins-Produkt-Kategorien. Besonders stark nachgefragt werde das Tagesgeld (417 Millionen Euro), aber unverändert auch Wertpapiere (375 Millionen Euro). In Summe haben die Kunden der Taunus Sparkasse fast 1,1 Milliarden Euro in den vergangenen sechs Monaten in Zinsprodukte umgeschichtet. „Diese erfreuliche Entwicklung bestätigt unseren Kurs, unsere auf nachhaltige Kundenbeziehungen angelegte Wachstumsstrategie zahlt sich aus. Nur wenige, ausgewählte Kunden sind in den vergangenen Jahren überhaupt mit dem Thema der Verwahrentgelte in Berührung gekommen – unser langfristig ausgerichtetes Geschäftsmodell hat es erlaubt, die damit verbundenen Kosten zu tragen. Deshalb sind wir auch jetzt noch die erste Adresse zum Thema „Vermögensbildung“. Und da wir unsere eigenen Anlagen entsprechend abgesichert hatten, hat auch der extrem schnelle Zinsanstieg keine Spuren in unserer Bilanz hinterlassen.“
Die kommenden Jahre würden angesichts des Klimawandels, aber auch der weiter voranschreitenden Digitalisierung für viele Kunden herausfordernd, so Klink. Zudem sei auf Basis des heutigen Wissens noch völlig unklar, wie der brutale Krieg in der Ukraine ausgehen wird und welche Konsequenzen daraus entstehen.
Klink unterstützt ausdrücklich die abgeschlossenen Tarifverträge
Schon jetzt sei klar, dass die Personalkosten im laufenden Jahr steigen. „Die im Frühjahr vereinbarten neuen Tarifvereinbarungen sind die logische Antwort auf die massiven Preissteigerungen. Von den neuen Tarifverträgen profitieren vor allem die unteren und mittleren Lohngruppen“, so Klink. „Angesichts der rasant gestiegenen Inflation begrüße ich diese Tarifpolitik ausdrücklich“, sagt Oliver Klink. „Wir haben das bereits vergangenes Jahr in fast genau dieser Höhe in unserer Mehrjahresplanung verarbeitet.“ Für die Taunus Sparkasse zeigt sich Oliver Klink zuversichtlich, die Erwartungen der Kunden und die selbstgesteckten Ziele für 2023 zu erreichen: „Das laufende Geschäftsjahr ist gut angelaufen. Die Kundenzufriedenheit ist hoch.“
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