Tanzfestival Rhein-Main vom 2. - 8. November
Nach 25 Jahren kehrt Rui Horta, der mit seiner Tanzkompanie S.O.A.P Dance Theatre Frankfurt zum Ruf der Mainmetropole als Tanzstadt beigetragen hat, nach Frankfurt zurück. CORE stellt 50 Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet in den Mittelpunkt, die singend, tanzend und rezitierend die Essenz unseres Zusammenseins hinterfragen.
Zu Gast im Festival ist auch die Pionierin des chinesischen Tanztheaters und Goethemedaillen-Trägerin Wen Hui, deren neue Produktion New Report on Giving Birth am 3., 4. und 5. November im Mousonturm Uraufführung feiert. Darin begegnen sich vier internationale Tänzerinnen als Mütter, Nicht-Mütter und Frauen mit Migrationsgeschichte aus China, Thailand, Iran, Italien und Deutschland. In kraftvollen, spielerischen, poetischen sowie intimen Choreografien erforschen sie, wie sich strukturelle Gewalt und Kontrolle in Körper einschreiben.
Die Belfaster Choreografin Oona Doherty, die zu den eigenwilligsten Tanzkünstlerinnen Europas zählt und 2021 mit dem Silbernen Löwen der Tanzbiennale Venedig ausgezeichnet wurde, ist als Spotlight-Künstlerin mit drei Stücken im Tanzfestival Rhein-Main vertreten:
Hard to be Soft – A Belfast Prayer (5. &.6.11., Hessisches Staatstheater Wiesbaden) ist eine choreografisch dichte Beschreibung des nordirischen Alltags, ein Porträt der Arbeiterklasse, ihrer Härte und ihrer Verletzlichkeit.
Hope Hunt and The Ascension into Lazarus (7. & 8.11., Alte Schlosserei, Offenbach) erzählt von der Suche nach Hoffnung, die Grenzen von Geschlecht und Klasse überwindet. Navy Blue von Oona Doherty ist am 12.11. im Staatstheater Darmstadt zu erleben.
Die afro-amerikanischen Meisterinnen und Meister des Jazz-Tap lebten Stepptanz als solidarische Gemeinschaft und nahmen Sebastian Weber in den 1990er Jahren als jungen weißen Europäer auf. In seinem Solo The Long Run schafft Weber nun ein intimes Stück über kulturelle Aneignung und Identität, über die Verantwortung weißer Künstler und über Rassismus, das am 4.11. und 5.11. im Staatstheater Darmstadt – Kammerspiele zu sehen ist.
In seinem Solostück Home offenbart und verbirgt Sebastian Abarbanell den Körper und zeigt dessen komplexe Dualität – als Kommunikationsorgan mit dem Außen und zuhause für das eigene Ich – und inspiriert zu neuem Nachdenken über queere Identitäten, zu erleben am 8.11. im Hessischen Staatstheater Wiesbaden, Kleines Haus.
Ermöglicht wird das Tanzfestival Rhein-Main ebenso wie die überjährigen Aktivitäten der Tanzplattform Rhein-Main durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Sie werden zudem gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stiftungsallianz [Aventis Foundation, Crespo Foundation, Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung, Dr. Marschner Stiftung, ODDO BHF Stiftung, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main]. Das Tanzfestival Rhein-Main wird gesponsort von Energieversorgung Offenbach AG (EVO)
Das gesamte Programm finden Sie auf der zentralen Festivalwebsite: tanzfestivalrheinmain.de
Weitere Artikel aus der Kategorie: