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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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Tag der offenen Tür am Institut für Sozialforschung am 24. September

von Ilse Romahn

(21.09.2022) In Erinnerung an die im August 1922 von Felix Weil und Kurt Albert Gerlach an die Senckenberg Gesellschaft gerichtete „Denkschrift über die Begründung eines Instituts für Sozialforschung“ öffnet das Institut für Sozialfoschung (IfS) am Samstag, 24. September, seine Pforten. Der Tag der offenen Tür von 12 bis 17 Uhr ist der offizielle Auftakt der Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des IfS in der Senckenberganlage 26.

Eröffnet wird das Programm um 12 Uhr mit einem Gespräch zwischen Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig und Stephan Lessenich. „Mit dem in Frankfurt gegründeten Institut für Sozialforschung ist ein national wie international bedeutsamer Ort kritischer Gesellschaftstheorie entstanden. Namen wie Theodor W. Adorno, Walter Benjamin oder Siegfried Kracauer prägten die Forschungen des traditionsreichen Instituts. Die Arbeit des Instituts ist in diesen Zeiten relevanter denn je, wenn es darum geht, der Spaltung der Gesellschaft einen konstruktiven kritischen Diskurs und den Austausch von Wissen gegenüberzustellen“, sagt Hartwig.

Im Anschluss werden die laufenden Forschungsprojekte in 20-minütigen Gesprächen auf dem blauen Sofa vorgestellt, im Sitzungsraum laden die Arbeitskreise mit teils interaktiven Formaten wie Diskussionsforen, Bingo und Plakaten zu einem Kennenlernen ein. Die Doktorandinnen und Doktoranden präsentieren ihre Forschung in einer Posterausstellung, dazu werden Fotos aus der Institutsgeschichte gezeigt und der IfS Podcast auf einer Hörinsel gestreamt. In der Adorno-Bibliothek werden die IfS-Publikationsorgane vorgestellt und einige Bücher zum Mitnehmen bereitgestellt.

Geöffnet werden nicht nur die Pforten des Hauses, sondern auch die Türen der Bibliothek, des Archivs und des Adorno-Archivs. Zu sehen sind dort etwa Adornos Schriften, sein Plattenspieler, sein Flügel. Bei einer Führung können Interessierte das gesamte Institut kennenlernen. „Mit dem Tag der offenen Tür signalisiert das IfS seinen Anspruch, öffentliche Wissenschaft zu betreiben – ganz in der Tradition der Kritischen Theorie. Die Türen des Instituts werden der Öffentlichkeit allerdings nicht nur an diesem einen Tag offenstehen: Das IfS versteht sich in seiner alltäglichen Forschungspraxis als offenes Haus kritischer Gesellschaftsforschung“, sagt Direktor Stephan Lessenich.

Weitere Informationen zum Programm sowie den weiteren Veranstaltungen gibt es unter ifs.uni-frankfurt.de. (ffm)