Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 18.06.2024

Werbung
Werbung

Tag der Chemie in Frankfurt

von Norbert Dörholt

(29.09.2023) Wie kann die Branche die schleichende Deindustrialisierung stoppen und aus der Transformation zur Klimaneutralität eine Erfolgsgeschichte machen? Darüber diskutierte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnersteag in Frankfurt beim „Tag der Chemie“ mit hochkarätigen Gästen aus Politik und Wirtschaft. Das VCI-Führungsteam ist bereits neu aufgestellt: Die Mitglieder wählten Christian Hartel (Wacker Chemie) ins Amt des VCI-Vizepräsidenten. Das Präsidium verstärken ab sofort Julia S. Schlenz (Dow) und Bill Anderson (Bayer).

VCI-Präsident Markus Steilemann betonte in seiner Eingangsrede die schwierige Lage der Chemie und stellte die Bedeutung der Branche für Wirtschaft und Gesellschaft heraus: „Die Zukunft der Chemie in Deutschland steht auf dem Spiel. Aber ohne uns steht auch der Umbau unserer Volkswirtschaft hin zu Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft und umfassender Nachhaltigkeit still. Diese Transformation ist eine riesige Chance, um den Standort Deutschland zur Lok für grüne Zukunftsprodukte und -technologien zu machen, mit der Chemie im Führerstand.“

Die aktuelle Situation der Chemie- und Pharmaindustrie und die Perspektiven für die Zukunft standen im Mittelpunkt des „Tages der Chemie“ mit Gesprächsrunden und Impulsvorträgen. Teilnehmer waren auch  Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Ministerpräsidenten Boris Rhein und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. Über die Frage „Wie machen wir aus der Transformation ein neues Wirtschaftswunder“ diskutieren Daniel Caspary (MdEP), Kanzleramts-Staatssekretär Jörg Kukies, die Dow-Vorstandsvorsitzende Julia S. Schlenz und der IGBCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis.

Über die Finanzierung der Transformation tauschten sich der RWE-Vorstandsvorsitzende Markus Krebber, Judith Wallenstein (BCG), Caroline Bosbach (CDU-Bundesvorsitzende Junger Wirtschaftsrat) und VCI-Präsident Steilemann aus. Den Fachkräftemangel nahm Thomas Wessel, Vorsitzender des Fonds der Chemischen Industrie, in den Blick. Ein Gespräch über Künstliche Intelligenz führten Jonas Andrulis (Aleph Alpha) und Andreas Braun (BCG).

Wahl von Vorstand und Präsidium

Die Mitglieder des VCI haben auch neue Kandidaten für Vorstand und Präsidium gewählt. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Führungsgremium in den kommenden Monaten“, sagte Präsident Steilemann. Die Arbeit im Vorstand und Präsidium sei ein wichtiges Ehrenamt – gerade in diesen schwierigen Zeiten. „Der VCI ist die Stimme der Chemie- und Pharmaindustrie in Deutschland und Sie sind ein wichtiger Teil davon.“

Neu ins Amt des Vizepräsidenten und damit in den VCI-Vorstand wurde Dr. Christian Hartel von der Wacker Chemie AG gewählt. Zum Vorstand gehören darüber hinaus Präsident Dr. Markus Steilemann (Covestro), die Vizepräsidenten Dr. Martin Brudermüller (BASF) und Carsten Knobel (Henkel) sowie Schatzmeister Dr. Henrik Follmann (Follmann Chemie).

Als neue Mitglieder des Präsidiums, dem zentralen Führungsgremium des Verbandes, bestimmte die Mitgliederversammlung Bill Anderson von der Bayer AG und Julia S. Schlenz von der Dow Deutschland Anlagengesellschaft. Als Mitglieder des Präsidiums wurden in ihrem Amt bestätigt: Martin Babilas (Altana AG), Belén Garijo (Merck KGaA), Reinhold von Eben-Worlée (Worlée-Chemie GmbH) und Sabine Herold (DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA).

Dem Präsidium gehören weiterhin an Hubertus von Baumbach (Boehringer), Dr. Henrik Follmann (Follmann Chemie), Dr. Wolfgang Große Entrup (VCI), Dr. Christian Kohlpaintner (Brenntag), Christian Kullmann (Evonik) und Matthias Zachert (LANXESS).

Über den VCI

Der VCI und seine Fachverbände vertreten die Interessen von rund 1.900 Unternehmen aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie und chemienaher Wirtschaftszweige gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2022 setzten die Mitgliedsunternehmen des VCI rund 260 Milliarden Euro um und beschäftigten knapp 550.000 Mitarbeiter.