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Letzte Aktualisierung: 23.10.2020

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Tag der Archive im Institut für Stadtgeschichte

Vorträge, Filme, Führungen, Ausstellungen und eine Werkstatt für Jung und Alt

von Ilse Romahn

(02.03.2020) Am Samstag, 7. März, bietet das Institut für Stadtgeschichte Frankfurt, Münzgasse 9, als eines der größten Kommunalarchive Deutschlands spannende Einblicke in seine Bestände und Ausstellungen. Besucher können an diesem Tag auch selbst kreativ werden.

John F. Kennedy nimmt beim Frankfurt-Besuch ein Bad in der Menge, 25. Juni 1963
Foto: Stadt Frankfurt / ISG / Kurt Weiner
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Anlass ist der bundesweite „Tag der Archive 2020“, der unter dem Motto „Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet“ steht. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Eine „Werkstatt für Leute von 8 bis 88 Jahren“ lädt die Besucher zwischen 12 und 15 Uhr dazu ein, im Parlatorium historische Dokumente aus dem Archiv zu entziffern, eigene Botschaften und Nachrichten mit Feder, Tinte und Farbe zu gestalten und diesen ein Siegel aufzudrücken. Das Kreativangebot für Kinder und Erwachsene wird von der Archivpädagogin Julia Wiegand betreut.

Um 13 Uhr beginnt das Programm im Dormitorium mit einem reich bebilderten Vortrag von Sylvia Goldhammer zu Karikaturen der Revolution von 1848/49 als Mittel der politischen Kommunikation. Nach Verkündung der Pressefreiheit in Wort und Bild im März 1848 erschienen in kürzester Zeit Karikaturen, die das politische Geschehen um die Revolution von 1848/49 illustrierten und mit Spott überzogen. Im Mittelpunkt der Bildsatire standen die Verfassungsdebatte und einzelne Abgeordnete. Im Bethmannarchiv im Institut für Stadtgeschichte befindet sich eine Sammlung mit Karikaturen der Zeit, die exemplarisch vorgestellt wird. Thematisiert werden auch die Figur des deutschen Michels, die Teilnahme von Frauen an den öffentlichen Sitzungen oder einzelne Frankfurter Ereignisse.

Um 14 Uhr und 16 Uhr führt Tobias Picard durch die Bildersammlung des Instituts für Stadtgeschichte. Das Institut für Stadtgeschichte verfügt über rund 2,5 Millionen Bilder zur Frankfurter Geschichte, die ständig aktualisiert werden. Tobias Picard stellt ausgewählte Bildschätze vor. Die Beispiele reichen von den ältesten Fotos um 1860 bis zu den „digital born“-Dateien der Gegenwart. Treffpunkt zu den Führungen ist das Dormitorium.

Um 15 Uhr findet im Dormitorium eine Filmvorführung und -analyse mit Claudia Schüßler statt. Unter dem Titel „Frankfurt in Filmen der 1960er Jahre: Von Stadtwerbung, Staatsbesuchen und Studentenbewegung“ sehen die Besucher vier Filme: „Kennedy in Frankfurt 1963“, ein Film über die Wohnungsnot aus Sicht der Studentenbewegung mit „Frankfurt 63 – Der Agitationsfilm“, ein städtischer Imagefilm aus den Jahren 1960-1962 und der Film „Operation Stadtbahn“ über Verkehrsprobleme und den Start des U-Bahn-Baus in Frankfurt.

Die Ausstellungen „Bewegte Zeiten: Frankfurt in den 1960er Jahren“, „Farbfelder“ von Gerd Winter sowie die Dauerausstellung „Jörg Ratgeb: Die Wandbilder im Karmeliterkloster“ sind von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Schau „Bewegte Zeiten“ ist wegen der Vorträge zwischen 13 und 14 Uhr sowie zwischen 15 und 16 Uhr nur eingeschränkt zugänglich.

Weitere Informationen zum bundesweiten Tag der Archive finden sich unter http://www.tagderarchive.de, zum Programm im Institut für Stadtgeschichte unter http://www.stadtgeschichte-ffm.de sowie auf http://www.facebook.com/isgfrankfurt und http://www.twitter.com/isg_frankfurt im Internet. (ffm)