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Letzte Aktualisierung: 15.10.2021

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Studie zur hausärztlichen Long-Covid-Therapie

Warum kommt es zu Atemnot, Kopfschmerzen und Erschöpfung?

von Susanne Just

(01.10.2021) Am Institut für Allgemeinmedizin des Uniklinikums Würzburg wird eine BMBF-geförderte Pilotstudie aus dem Themenkreis „Post-Covid-Syndrom“ koordiniert. Sie soll untersuchen, was die in Hausarztpraxen vielfach verschriebenen entzündungshemmenden Wirkstoffe und B-Vitamine wirklich bringen. Bei geschätzt jedem zehnten mit SARS-CoV-2 infizierten Menschen treten langfristige Symptome auf, die mehrere Wochen oder Monate andauern können. Hierfür haben sich die Begriffe „Long-Covid“ oder „Post-Covid-Syndrom“ eingebürgert.

Prof. Gágyor koordiniert das Verbundforschungsvorhaben „Prednisolon und Vitamin B1, 6 und 12 bei Patienten mit Post-Covid-19-Syndrom – eine randomisierte kontrollierte Pilotstudie in der Primärversorgung (PreVitaCOV).“
Foto: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg
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Zu den häufigsten Spätsymptomen zählen extreme Erschöpfung, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Atemnot sowie der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Um mehr gesicherte Erkenntnisse zu Long-Covid zu gewinnen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jetzt deutschlandweit zehn verschiedene Forschungsansätze mit insgesamt rund 6,5 Millionen Euro.

Eines dieser wissenschaftlichen Verbundvorhaben wird von Ildikó Gágyor vom Uniklinikum Würzburg (UKW) koordiniert. Die Professorin, die zusammen mit Prof. Dr. Anne Simmenroth das Institut für Allgemeinmedizin des UKW leitet, erläutert: „Menschen mit einem Post-Covid-Syndrom werden meist von ihren Hausärzten versorgt. Unter der Annahme, dass Gewebeschäden und chronische Entzündungsprozesse ein solches Syndrom verursachen, werden oftmals entzündungshemmende Wirkstoffe, wie Prednisolon, eingesetzt.“

Außerdem legen nach ihren Worten die häufig auftretenden neurologischen Symptome eine Behandlung mit bestimmten B-Vitaminen nahe, die das Nervensystem unterstützen. „Die Wirksamkeit solcher Behandlungsansätze ist bisher jedoch nicht wissenschaftlich belegt. Diese Lücke wollen wir mit dem Projekt PreVitaCOV schließen“, sasgt Prof. Dr. Gágyor.

Hierbei soll eine Pilotstudie eine größere Studie zur hausärztlichen Therapie der Patienten vorbereiten. Die Forschenden werden die Post-Covid-Symptome dokumentieren und die Wirksamkeit der Therapien untersuchen. Partnereinrichtungen des UKW bei dem für die kommenden zwei Jahre geförderten Vorhaben sind die Universität Tübingen, das Universitätsklinikum Kiel und die Medizinische Hochschule Brandenburg.