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Letzte Aktualisierung: 06.12.2022

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Stromversorgung in Bad Soden

Stadtverwaltung testet den Ernstfall

von Adolf Albus

(23.11.2022) Wie gut ist die Stadt für den Ernstfall gerüstet? Das testet die Stadtverwaltung Bad Soden am Taunus am kommenden Montag, 28. November 2022, an den Standorten Paulinenschlößchen und Feuerwache in der Hunsrückstraße mit einem simulierten Stromausfall.

Foto: Stadt Bad Soden
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In beiden Liegenschaften ist sogenannte kritische Infrastruktur untergebracht, die im Notfall durch mobile Generatoren aufrechterhalten werden soll.

Die häufigsten Anlässe für Stromausfälle, sogenannte „Blackouts“, sind schlechte Wetterbedingungen wie Stürme, Gewitter oder heftiger Schneefall, bei denen Strom- und Hochspannungsleitungen beschädigt werden. Aber auch Cyberattacken oder ein punktuell zu hoher Stromverbrauch kann zu einem Stromausfall führen, beispielsweise, wenn viele Haushalte Heizlüfter oder Elektroheizungen nutzen, um in der aktuellen Situation Gas zu sparen.

Autarke Versorgung durch mobile Generatoren

„Wenn alles so verläuft, wie geplant, werden weder die Besucherinnen und Besucher im Bürgerbüro, noch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung von dem Stromausfall viel merken. Mobile Generatoren übernehmen die Stromversorgung, die per Umschalter vom öffentlichen Netz getrennt und auf autarke Versorgung umgestellt wird“, erklärt Bürgermeister Dr. Frank Blasch.

„Die Kommunen müssen für den Ernstfall vorbereitet sein und wir sind hier Dank unseres von Stadtbrandinspektor Nick-Oliver Kromer koordinierten Lagestabs gut aufgestellt“, beurteilt der Bürgermeister, der in der vergangenen Woche an einem Treffen der Kommunen des Main-Taunus-Kreises zum Thema Energiekrise, Gasmangellage und Stromausfall teilgenommen hat, die Situation in Bad Soden am Taunus.

Die Stadt Bad Soden am Taunus verfügt derzeit über drei mobile Generatoren, ein vierter ist bestellt, so dass alle Stadtteile versorgt sind. Die Geräte werden mit Dieselmotoren betrieben und können nachgetankt so lange laufen, bis die Stromversorgung wieder hergestellt ist.

Im Paulinenschlößchen geht das Licht aus

Am Montag gehen um 9:00 Uhr im Paulinenschlößchen kurzzeitig die Lichter aus, die Bildschirme werden dunkel und die Heizung fällt aus. Nach dem Ausschalten wird auf Generatorbetrieb gewechselt und nach wenigen Minuten sollten alle Systeme selbstständig wieder anlaufen. Die Server der Verwaltung werden über eine unabhängige Spannungsversorgung ohne Unterbrechung im Betrieb gehalten. Nach einer geplanten Testphase von einer Stunde wird die Stromversorgung wieder auf das öffentliche Netz umgeschaltet. Im Anschluss wird der gleiche Test in der Feuerwache der Kernstadt durchgeführt.

Mögliche Einschränkungen im Bürgerbüro

Die telefonische Erreichbarkeit des Paulinenschlößchens sollte nicht beeinträchtigt sein, da der Kommunikationsserver wie der Datenserver separat abgesichert ist. Auch die Feuerwehr wird jederzeit erreichbar bleiben.

„Aber ein Test ist ein Test und es kann durchaus passieren, dass nicht alles wie geplant verläuft und sich alle Systeme direkt störungsfrei wieder hochfahren lassen“, darauf weist Bürgermeister Dr. Blasch hin. „Wir bitten daher die Bürgerinnen und Bürger, Termine im Bürgerbüro möglichst auf den Nachmittag zu legen.“