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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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Stoltze-Museum der Frankfurter Sparkasse ist neuer Ort der Demokratiegeschichte

von Ilse Romahn

(15.09.2022) Das Stoltze-Museum der Frankfurter Sparkasse ist neu in die Liste der Orte der Demokratiegeschichte aufgenommen worden. Eine Plakette im Eingangsbereich des Stoltze-Museums weist Besucherinnen und Besucher auf diese Besonderheit hin.

Die Arbeitsgemeinschaft „Orte der Demokratiegeschichte“ würdigt damit den frühen Demokraten, Freiheitsdichter und Satiriker Friedrich Stoltze (1816 -1891), der sich in seinem literarischen Werk für ein geeintes, demokratisch und republikanisch regiertes Deutschland eingesetzt hat. Der Frankfurter Autor ist mit dem Stoltze-Museum und dem benachbarten Stoltze-Brunnen auf dem Hühnermarkt sogar zweifach auf der Website der „Orte der Demokratiegeschichte“ vertreten.

Die Dauerausstellung im Stoltze-Museum der Frankfurter Sparkasse zeichnet den Lebensweg des streitbaren Autors nach, der insbesondere in seiner satirischen Wochenzeitschrift „Frankfurter Latern“ die politischen, gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse seiner Zeit kritisiert und sich für die Rechte der einfachen Menschen stark gemacht hat. Gemeinsam mit seinem Vater nahm Stoltze als Jugendlicher 1832 am Hambacher Fest teil. 1848 veröffentlichte der Schriftsteller ein schmales Heftchen mit patriotischen und kämpferischen „Freiheitsliedern“ und 1849 schloss sich Stoltze Freischärlern in der Pfalz an und veröffentlichte zusammen mit seinem Freund und Zeichner Ernst Schalck die „Skizzen aus der Pfalz“. Bis zu seinem Lebensende hat sich Friedrich Stoltze für die Ideale der Revolution 1848/49 eingesetzt.

Die Arbeitsgemeinschaft „Orte der Demokratiegeschichte“ wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Staatskanzlei des Freistaats Thüringen gefördert. Über eine Deutschlandkarte und diverse Suchfunktionen können 100 Orte der Demokratiegeschichte und weitergehende Informationen zu Personen, Institutionen, Aktionen und Ereignissen auf dem Weg zu mehr Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit über die Website aufgerufen werden. Die Auflistung reicht vom Kieler Matrosenaufstand 1918 ganz im Norden bis zum Verfassungskonvent Herrenchiemsee 1948 ganz im Süden der Republik. Mehr unter „Orte der Demokratiegeschichte“.

Das Stoltze-Museum im Herzen der neuen Altstadt, Markt 7, das von der Frankfurter Sparkasse getragen und von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse gefördert wird, ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Mehr unter https://www.frankfurter-sparkasse.de/stoltze.