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Letzte Aktualisierung: 08.12.2021

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STIKO empfiehlt Booster-Impfung ab 18

von Ilse Romahn

(22.11.2021) Diesen Schritt haben viele erwartet. Die Ständige Impfkommission (STIKO) spricht sich für die Booster-Impfung für alle Menschen ab 18, bei denen die vollständige Immunisierung länger als sechs Monate her ist, aus. Gründe dafür sind die Delta-Variante, der nachlassende Impfschutz und der Verlauf der Pandemie. Die Verunsicherung ist groß.

Angst und Panik sind aber nicht angebracht. Die meisten Menschen haben nach der vollständigen Immunisierung immer noch einen ausreichenden Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf durch Covid-19. Gefährdete Menschen sollen weiterhin bevorzugt geimpft werden.

„Wir setzen alle Hebel in Bewegung, damit wir allen Frankfurter Bürgern ein schnelles und unkompliziertes Angebot für eine Auffrischungsimpfung machen können. Die Aufrechterhaltung des Impfschutzes hat das Ziel, die Infektionswelle im Winter abzuschwächen und jedem Einzelnen zu ermöglichen, sich vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen. Gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten, den Hilfsorganisationen und dem Gesundheitsamt werden wir auch diese Herausforderung meistern.“, betont Gesundheitsdezernent Stefan Majer.

Das Gesundheitsamt baut aktuell die Impfkapazitäten im Impfzentrum weiter aus und bietet viele zusätzliche Sonderimpfaktionen im gesamten Stadtgebiet an, um möglichst vielen Menschen schnell und unkompliziert eine Impfung und auch Auffrischungsimpfung anzubieten. Die Stadt hat dem Impfzentrum als Standbein für die Impfung der Bevölkerung immer eine hohe Priorität eingeräumt und auch nach dem bundesweiten Beschluss der Schließung der Impfzentrumen ihr Impfzentrum weiter betrieben. Allein vom 21. September bis 16. November hat das Gesundheitsamt gemeinsam mit den Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser, Arbeiter-Samariter-Bund knapp 40.000 Menschen geimpft. Davon waren circa 25 Prozent aus dem Frankfurter Umland.

Trotz aller Anstrengung, die Impfkapazitäten schnell zu erweitern, wird es zu Engpässen kommen. Aus diesem Grund weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass die gefährdeten Gruppen bevorzugt geimpft werden. Dazu gehören ältere Menschen über 70, Menschen mit krankheitsbedingter Immunschwäche sowie Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich. Auch Menschen, die noch zögern, sich impfen zu lassen, sind besonders gefährdet. Das belegen Zahlen aus den Intensivstationen. Sie sollen von einer Impfung überzeugt werden und auch ein priorisiertes Impfangebot erhalten.  

„Eine Booster-Impfung ist wichtig, weil die Wirkung der Impfung mit der Zeit nachlässt, insbesondere bei älteren Menschen. Um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen, ist es aber viel entscheidender, Impflücken zu schließen und ungeimpfte Personen davon zu überzeugen, sich impfen zu lassen. Die Impfung schützt vor einem schweren Krankheitsverlauf“, sagt Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamtes in Frankfurt.

Liegt die Impfung länger als sechs Monate zurück, muss man nicht gleich in Panik verfallen. Auch wenn der Impfschutz nachlässt und es zunehmend zu Ansteckungen kommen kann, sind die meisten Menschen immer noch durch die Zweifach-Impfung gut geschützt.

Wer sich boostern lassen möchte, sollte zunächst seinen Hausarzt oder seine Hausärztin aufsuchen und über eine Auffrischungsimpfung sprechen. Personen, die nicht die Möglichkeit haben, ihre Hausärzte aufzusuchen, bietet das Gesundheitsamt die Möglichkeit, sich im Impfzentrum an der Messe oder bei Sonderimpfaktionen impfen zu lassen. Wer sich dafür entscheidet, sollte mit längeren Wartezeiten rechnen, da der Ansturm auf das Frankfurter Impfzentrum und die Sonderimpfaktionen in den nächsten Wochen groß sein wird.
 
Informationen zum Impfzentrum und eine Übersicht der Sonderimpfaktionen erhält man auf der Webseite der Stadt Frankfurt unter frankfurt.de/coronaimpfung. (ffm)