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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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Sternsingeraktion von St. Vitus im Rathaus Kriftel

Singen für den Frieden

von Adolf Albus

(09.01.2020) In Zeiten wie diesen kann man eigentlich gar nicht genug für den Frieden tun. Am Montag, den 6. Januar, war Singen angesagt. Sternensingen, um genau zu sein.

Gut gestimmt: Franz Jirasek und die Sternsinger mit Betreuer
Foto: Gemeinde Kriftel
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Wie jedes Jahr zu Beginn des neuen Jahres zogen wieder Kinder als Sternsinger verkleidet durch Kriftel. Im Jahr 2020 stellte die aktuelle Sternsingeraktion das Thema weltweiten Frieden am Beispiel des Libanon in den Mittelpunkt. Acht Kinder brachten als Botschafter den Segen für das neue Jahr in das Krifteler Rathaus. Der Brauch des Sternsingens ist viele hundert Jahre alt. Er geht auf die biblischen Sterndeuter aus dem Morgenland zurück, die nach Jerusalem kamen, um Jesus zu huldigen.

Christlich gesegnet

Bundesweit ziehen rund um den Jahreswechsel etwa 300.000 Mädchen und Jungen in allen 27 Bistümern als Sternsinger durch die Wohnsiedlungen, um Spenden zu sammeln. In Kriftel wurden insgesamt über 30 Kinder nebst Betreuern von Gemeindereferentin Christine Krempel ausgesendet. Sie segnen nicht nur Häuser, sondern besuchen zum Beispiel auch den Bundespräsidenten und die Kanzlerin. Traditionsgemäß schreiben sie mit Kreide das Zeichen "20*C+M+B+20" über die Türen. Das sind nicht etwa die Anfangsbuchstaben von Caspar, Melchior und Balthasar, sondern heißt auf Lateinisch „Christus mansionem benedicat“ und bedeutet „Christus segne dieses Haus". Der Stern steht für den Stern von Bethlehem, dem die Sterndeuter auf dem Weg zur Krippe gefolgt sind. Die drei Kreuze sind Zeichen für den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Die Zahlen zeigen das jeweilige Jahr an.

Herzlich empfangen wurden die Sternsinger im  Rathaus von dem Ersten Beigeordneten Franz Jirasek, der die Aktion mit einer Spende unterstützte. Für St. Vitus haben die Krifteler insgesamt 3600€ gespendet.  Die Kinder sprachen Grüße und Segenswünsche aus und sangen „Wir kommen daher aus dem Morgenland“. Nur der Weihrauch fehlte. „Auf Weihrauch haben wir dieses Jahr im Rathaus verzichtet,“ erklärt Betreuer Alexander Schulze „ wir wussten nicht, wie sensibel die Brandmelder reagieren würden“ Franz Jirasek bedankte sich wohlwollend für das Kommen auch bei den Begleitern der Kinder. Schließlich sei er selbst vor vielen Jahren als Sternsinger von Haus zu Haus gezogen und befürworte die Bedeutung.

Friedlich zusammen

Denn gerade heute zeigt die Aktion Dreikönigssingen 2020 den Menschen, wie wichtig es ist, friedlich und unvoreingenommen miteinander umzugehen. Sie ermutigt Kinder und Jugendliche, selbst aktiv zu einem friedlichen Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion beizutragen. Doch das ist nicht alles. Die Sternsinger sammelten Spenden für Kinder in Not. Organisiert wird die "Aktion Dreikönigssingen" in Deutschland vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Alexander van de Loo