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Letzte Aktualisierung: 26.02.2020

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Stellenanzeigen richtig deuten: Mit wachem Blick zum Traumjob

von Maximilian Kessel

(12.02.2020) Sie können ausschweifend oder knapp formuliert sein, einfarbig oder bunt, mit Foto oder ohne, seriös oder flapsig: Stellenanzeigen haben viele Formen und Gesichter.

Der Recruiting-Dienstleister IQB Career Services erklärt, auf welche Inhalte Bewerberinnen und Bewerber bei Stellenanzeigen achten sollten. Denn wer zwischen den Zeilen liest, hat bessere Chancen, den passenden Job für sich herauszufiltern und im Bewerbungsanschreiben die richtigen Worte zu finden.

Muss-Anforderungen: Priorität in der Bewerbung 
Viele Stellenanzeigen warten gleich mit einer ganzen Anforderungspalette hinsichtlich fachlicher und sozialer Kompetenzen auf. Hier gilt es, genau hinzusehen und als erstes die Muss-Anforderungen zu identifizieren. Alle Fähigkeiten, die eindeutig „vorausgesetzt“ werden oder für die Stelle „erforderlich“ sind, sollten die Kandidatinnen und Kandidaten erfüllen und in ihrem Bewerbungsanschreiben aufgreifen. Je mehr Muss-Anforderungen sie belegen können, desto größer ist die Chance auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Nicht abschrecken lassen 
Weniger kleinlich kann man bei den so genannten Kann-Anforderungen sein, die meistens mit Wörtern wie „idealerweise“ oder „wünschenswert“ eingeleitet werden. Wer sie nicht alle erfüllt, sollte sich trotzdem bewerben. Denn Unternehmen beschreiben in ihren Stellenanzeigen oftmals eine ideale Person, die in Wirklichkeit nur selten existiert. Daher lautet der fachliche Rat von Susanne Glück, Geschäftsführerin der IQB Career Services: „Nicht von einem vermeintlich zu hohen Anforderungsprofil abschrecken lassen! Manche Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger zögern mit ihrer Bewerbung, wenn sie ein überdurchschnittlich abgeschlossenes Studium vorweisen müssen – dabei sind Notenstandards von Fach zu Fach verschieden. Wenn Bewerbende in vielen anderen Punkten überzeugen, wird ihr Notendurchschnitt für die finale Personalentscheidung nicht unbedingt ausschlaggebend sein.“

Detektivarbeit: Phrasen richtig entschlüsseln 
Dynamisch, belastbar, mobil: Standardphrasen in der Stellenanzeige können Aufschluss darüber geben, wie das annoncierende Unternehmen tickt und was zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwartet. Wirbt eine Firma beispielsweise damit, „dynamisch“ zu sein, befindet sie sich möglicherweise gerade in einer Phase des schnellen Wachstums und ist intern chaotisch organisiert. „Flache Hierarchien“ erfordern zumeist selbstständige Entscheidungen. Doch aufgepasst: Manche Unternehmen verwenden solche Phrasen standardmäßig. Wer es genau wissen will, sollte einfach telefonisch beim Unternehmen nachfragen. Im Idealfall erhält man so wichtige Zusatzinformationen rund um die Stelle oder den Bewerbungsprozess.

Auf die Form achten 
Eine Faustregel im Wust von Jobportalen und Zeitungsannoncen: Stellenanzeigen seriöser Unternehmen enthalten eine detaillierte Firmen- und Jobbeschreibung, Angaben zu fachlichen Anforderungen an den Bewerbenden sowie zum Einstellungstermin und die vollständigen Kontaktdaten des Personalansprechpartners. Bewerberinnen und Bewerber sollten Abstand von Stellenausschreibungen nehmen, die maßgeblich davon abweichen, rät Susanne Glück: „Finger weg von Jobangeboten, die das schnelle Geld versprechen, Tätigkeitsfelder nicht klar definieren oder bei denen der Kontakt anonym bleibt. Nicht selten verbergen sich dahinter dubiose Firmen, mit denen man nichts zu tun haben möchte.“

Weitere Pressemeldungen der IQB Career Services finden sich unter: https://www.presseportal.de/nr/134440?langid=1.