Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 05.03.2021

Werbung
Werbung

Stationärer Blitzer an der L 3011

Polizeiakademie gibt endlich grünes Licht

von Adolf Albus

(18.02.2021) Die Anwohner der Siedlung „An der Landwehr“ wird es freuen: Zwischen Kreuzung "Auf der Hohlmauer" und der Zufahrt zu den Märkten Aldi und Rewe kann 2021 endlich eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage aufgestellt werden.

Das würde bei der durchschnittlichen täglichen Verkehrsstärke (DTS) von etwa 18.000 Fahrzeugen weniger Raser und damit auch deutlich weniger Lärm und weniger Abgase bedeuten. Seit 2014 macht sich die Gemeinde dafür stark, bisher hatte die Hessische Polizeiakademie ein solches Messgerät auf der Landesstraße L 3011 aber immer abgelehnt. Ende Januar kam nun das „Go“. Dies teilte der Erste Beigeordnete Franz Jirasek in der Sitzung der Gemeindevertretung mit: „Ich bin froh, dass hier die Beharrlichkeit der Gemeinde Erfolg gezeigt hat.“

Bereits 2014 hatte die Gemeinde neben der Kapellenstraße und der Frankfurter Straße auch die L 3011 als Standort für eine fest installierte Messanlage beantragt. Doch die Polizeiakademie hatte für die Landstraße keine Notwendigkeit gesehen. Der Grund: keine vermehrten Unfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit. Jirasek. „Uns ging es aber immer um den Lärm. Im Rahmen der Aufstellung von Lärmaktionsplänen haben wir daher in unseren Stellungnahmen stets die Lärmbelastung an der L 3011 für die Anwohner betont. Im dritten Lärmaktionsplan wurde der Lärmschutz von Anwohnern endlich anerkannt und somit die Bedeutung des Lärms neu gewichtet. Das hat uns den Weg für eine Genehmigung einer Geschwindigkeitsmessanlage geebnet.“ Gerade wenn der Berufsverkehr vorüber sei, werde hier bei freier Fahrt aufs Gas gedrückt oder quietschend gebremst, wenn die Ampel auf Rot umspringt.

Der Erste Beigeordnete wies aber darauf hin, dass nun nicht sofort mit der Aufstellung eines Blitzers begonnen werden kann: „Erst einmal müssen wir jetzt Kontakt zu den zuständigen Behörden wie Hessen Mobil, die Straßenverkehrsbehörde des MTK und den Regionalen Verkehrsdienst der Polizei aufnehmen.“ Eine Ortsbegehung sei notwendig, um zu klären, an welcher Stelle das Gerät aufgestellt werden könne und wem das betreffende Grundstück gehöre. Auch ein Stromanschluss müsse gelegt und die Maßnahme wahrscheinlich europaweit ausgeschrieben werden.

Geklärt werden muss auch noch, wie die Anlage finanziert werden kann. In der Kapellenstraße und an der Frankfurter Straße hat das beauftragte Unternehmen die Installation samt Erdarbeiten gezahlt. Jirasek: „Für jede Geschwindigkeitsüberschreitung muss die Gemeinde einen festgelegten Betrag an das Unternehmen überweisen.“