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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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Startups und Politik aus Frankfurt und Tallinn diskutieren über digitale Verwaltung der Zukunft

von Ilse Romahn

(26.10.2020) Mit vierzehn Events in drei Tagen bringt Frankfurt Forward in dem deutsch-estnischen Austausch innovative Lösungen für Wirtschaft und Politik zusammen.

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Foto: Stadt Frankfurt / Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH
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Wifö-Geschäftsführer Oliver Schwebel
Foto: Stadt Frankfurt / Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH
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Im ersten digitalen International Startup-Matchmaking der Stadt brachten Frankfurt Forward und der estnische Startup Incubator Tehnopol von Dienstag, 20., bis Donnerstag, 22. Oktober, Startups, Unternehmen, Investoren und Politik aus der Mainmetropole und der estnischen Hauptstadt Tallinn zum Thema Government Technology (GovTech) zusammen.

„Insbesondere in den aktuellen Zeiten, in denen digitale Lösungen stärker denn je gefragt sind, ist es uns ein Anliegen, innovative Impulsgeber und Startups zu unterstützen, indem wir sie in den Austausch mit Politik und Wirtschaft bringen. Das International Matchmaking war hierbei ein wichtiger Schritt, um die Beziehung zwischen jungen Unternehmen und politischen Entscheidern zu stärken“, sagt Markus Frank, Wirtschaftsdezernent und Schirmherr von Frankfurt Forward.

Je fünf Startups aus Frankfurt und Tallinn, die mit ihren Lösungen für GovTech - von der digitalen Verwaltung, über MedTech und Smart City Ansätzen - überzeugen konnten, wurden für die Teilnahme am Matchmaking ausgewählt. Das Frankfurter Ökosystem wurde vertreten durch Blockchain HELIX (Lösungen für Digitale Identitäten), OTTO ID Solutions (RFID Lösungen), mobileeee (E-Carsharing) und NAIX Technology (automatisierte Anonymisierung personenbezogener Daten). Aus Tallinn nahmen folgende Startups teil: BidrentoPRO (Software für Immobilienmanagement), BruceBEM (Webanwendung für die Bauindustrie), Krattworks (autonomes Überwachungssystem für Landschaftsbrände), MaaSXT/Modern Mobility (digitale Lösungen für den öffentlichen Nahverkehr) und Nutiparkla (intelligente Parklösungen).

In exklusiven und öffentlichen Veranstaltungen tauschten sich die Teilnehmenden mit Schlüsselakteuren aus der Politik und Wirtschaft zur Zukunft der digitalen Verwaltung und öffentlichen Bürgerservices aus. Innerhalb der drei Tagen kamen viele wichtige Akteure und Gäste zu Wort. Unter anderem präsentierten Philipp Nimmermann, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Uwe Becker, Bürgermeister und Stadtkämmerer, Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Kirchen, sowie Alar Streimann, Botschafter der Republik Estland, und Keit Pentus-Rosimannus, stellvertretende Vorsitzende der estnischen Reform Party, den Teilnehmenden ihre Visionen für die digitale Zukunft ihrer Stadt und Region. Serien-Entrepreneur Lauri Karp gab den Startups während des Virtual Cider Einblicke in die Unterschiede des Gründungsgeschehens in Tallinn und Frankfurt.

Michael Schmidt, Abteilungsleiter Studien und Spezial-Projekte bei der European Space Agency ESA/ESOC moderierte durch die ESA-Session, an der auch der ehemalige ESA-Astronaut Thomas Reiter und Frank Zimmermann, Geschäftsführer der cesah GmbH, dem Startup-Incubator der ESA, teilnahmen.

Best Practices und Ansätze für die Digitalisierung im öffentlichen Sektor waren ebenfalls Thema des Abschlussevents, zu der die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus mit einer Videobotschaft begrüßte. Es diskutierten Kalle Palling, Gründer und ehemaliges Mitglied des estnischen Parlaments, Uwe Paulsen, Stadtverordneter und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Frauen in Frankfurt und Taavii Einaste, Geschäftsführer von Nortal, und Mikk Vainik, Leiter des Acclerate Estonia. Durch das dreitägige Programm moderierten Falk Heunemann (F.A.Z.) und Caro Wagner (STATION).

Durch die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Inkubatoren, Acceleratoren und Innovation Hubs Tehnopol, Kompass, Mainstage Incubator und TechQuartier erhielten die zehn Startups zudem authentische Einblicke in das jeweilige Ökosystem des Partnerlandes sowie wertvolle Tipps zur Skalierung, Vernetzung und Internationalisierung.

„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie wichtig die Kooperation zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor ist, um schnelle und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. Dass sich hierbei der Blick über die Stadt- und Landesgrenze hinaus lohnt, zeigt Estland, wo Politik und Wirtschaft schon bereits seit Jahren Hand in Hand die Digitalisierung vorantreiben“, sagt Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt. „Und auch die gezielte technologische und vertriebliche Kooperation von Startups innerhalb von Europa wird uns helfen, die großen globalen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern“, ergänzt Christian Jakob, Head of Frankfurt Forward.

Die Aufzeichnungen der öffentlichen Veranstaltung stehen ab sofort auf dem YouTube-Kanal der Wirtschaftsförderung Frankfurt unter https://www.youtube.com/channel/UCjsYDcedir_3vudSK9Zz_8w/featured bereit. (ffm)