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Letzte Aktualisierung: 20.09.2021

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Stadtrat Schneider stellt „frankfurt statistik aktuell“ zu Bautätigkeit 2020 vor

von Ilse Romahn

(09.09.2021) Während die Zahl der Baugenehmigungen im Jahr 2020 rückläufig war, konnte der bereits begonnene Wohnungsbau trotz der Corona-Pandemie weiter voranschreiten. Durch Neu- und Umbau wurden 4647 Wohnungen fertiggestellt, zugleich gingen 298 Wohnungen durch Abbruch verloren. Das ergibt einen Reinzugang von 4349 Wohnungen und eine Steigerung um 18,7 Prozent gegenüber 2019.

„Ein erfreulicher Wert, es ist die zweithöchste Zahl an fertiggestellten Wohnungen seit 40 Jahren“, stellt der für die Statistik Dezernent Jan Schneider an seinem letzten Arbeitstag fest und ergänzt: „Doch es ist damit zu rechnen, dass die Auswirkungen der Pandemie verzögert eintreten werden.“ Neue Wohnungsbauprojekte wurden vorsichtig geplant, was sich in der rückläufigen Zahl der Baugenehmigungen abzeichnet. Die Bauaufsicht genehmigte 4703 Wohnungen für den Neu- und Umbau. Das ist ein Minus von 15,7 Prozent gegenüber 2019 und der zweite Rückgang in Folge nach dem Rekordwert von 6349 Wohnungen im Jahr 2018.

Die Flächen in der Stadt sind knapp, daher sind Nachverdichtung und Flächenrecycling wichtige Grundlagen für die Schaffung neuen Wohnraums. „Dies zeigt sich unter anderem am Spitzenwert beim Umbau“, sagte Schneider. 754 Wohnungen oder 16,2 Prozent der fertiggestellten Wohnungen konnten durch Umbaumaßnahmen gewonnen werden. Ein Beispiel dafür ist die Umwandlung der ehemaligen Bürostadt Niederrad in das Lyoner Viertel. Auch für den Neubau werden in hohem Maß Konversionsflächen in zentraler Lage genutzt. Die meisten Neubauwohnungen entstanden im Gallus, in Niederrad, im Nordend-West und im Ostend.

Rapide angestiegen ist der Anteil der Einraumwohnungen an den fertiggestellten Neubauwohnungen. 2018 betrug er noch 3,7 Prozent, 2019 waren es schon 12,3 Prozent. 2020 hatte jede fünfte neue Wohnung (20,4 Prozent) nur einen Raum. „Das ist eine Entwicklung aus Planungen vor der Pandemie als das Arbeiten im Homeoffice noch weniger üblich war“, sagt Schneider und fügt hinzu: „Der Trend zu Einraumwohnungen könnte sich daher in Zeiten nach Corona wieder abschwächen.“ So ist der Anteil der genehmigten Einraumwohnungen im Jahr 2020 auf 15,8 Prozent gesunken.

Detaillierte Zahlen sind in den Ausgaben 15 und 16/2021 von „frankfurt statistik aktuell“ zu finden, die unterfrankfurt.de/statistik_aktuell als kostenlose PDF-Downloads zur Verfügung stehen. (ffm)