Stadt schließt Lücke im Datennetz: Am Schwanheimer Ufer werden Leerrohre für Glasfaserkabel verlegt
„Durch die Zusammenarbeit mit einem Privatunternehmen sparen wir ganz erheblich Kosten“, betonte Schneider. Die Stadt nutzt ohnehin geplante Arbeiten einer privaten Telekommunikationsfirma, um eigene Leerrohre verlegen zu lassen. Dadurch werden die Kosten auf mehrere Schultern verteilt. „Das ist um rund 60 Prozent beziehungsweise 250.000 Euro günstiger, als wenn die Stadt alleine bauen würde“, sagte Schneider. „Für uns ergibt sich die Gelegenheit, mit einem vergleichsweise geringen finanziellen Aufwand die Zuverlässigkeit des städtischen Datennetzes weiter zu verbessern.“ Bereits im Jahr 2016 hatte das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik mit privaten Providern zusammengearbeitet, um auf kostengünstige Weise mit einer neuen Leitung unter dem Main das Netz auszubauen.
Der jetzt geplante Lückenschluss am Schwanheimer Ufer ist von hoher strategischer Bedeutung. Damit wird gewährleistet, dass die Stadtteile Höchst, Schwanheim, Goldstein, Sindlingen, Gateway Gardens, Zeilsheim, Unterliederbach und Niederrad künftig nicht nur aus einer Richtung mit dem städtischen Datennetz verbunden sind. Im Falle einer Störung ist gesichert, dass an Schulen, Kinderzentren, Stadtteilbüchereien, Krankenhäusern, Rettungswachen, Klärwerken und anderen städtischen Dienststellen Telefon und Internet weiterhin ohne Unterbrechung funktionieren.
Für die Tiefbauarbeiten auf der südlichen Gehwegseite des Schwanheimer Ufers wird eine Bauzeit von fünf bis sechs Monaten veranschlagt. Sobald sie abgeschlossen sind, werden knapp sieben Kilometer Glasfaserkabel in die Leerrohre eingezogen. Insgesamt umfasst das städtische Datennetz derzeit 2480 Kilometer Kupferkabel und 815 Kilometer Glasfaserkabel. Angeschlossen sind etwa 1450 Liegenschaften der Stadtverwaltung. Sie haben damit Zugang zu Datenleitungen mit einer Bandbreite von bis zu 1 GB/s. „Mit ihrem eigenen Leitungsnetz ist die Stadt Frankfurt am Main gut gerüstet für die digitale Zukunft“, betonte Schneider. (ffm)
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