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Stadt Frankfurt trauert um Hans-Jürgen Moog

Die Stadt Frankfurt am Main trauert um den über Parteigrenzen hinweg angesehenen Kommunalpolitiker und Stadtältesten Hans-Jürgen Moog. Er ist am Dienstag, 2. Dezember, im Alter von 93 Jahren verstorben. Dies teilte seine Familie mit. Die Stadt Frankfurt spricht den Angehörigen ihre Anteilnahme aus.

Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner sagt: „Hans-Jürgen Moog hat einen großen Teil seines Lebens der Kommunalpolitik gewidmet, die meiste Zeit nicht als Berufspolitiker, sondern im nebenberuflichen Ehrenamt, gleichzeitig aber in größter Verantwortung als Fraktionsvorsitzender der CDU in politisch turbulenten Zeiten. Er sah die Kommunalpolitik als Pflicht eines jeden Bürgers. Er selbst war ein Bürger im besten, vorbildlichen Sinn: gebildet, gewissenhaft, diszipliniert und verankert in den Werten seines christlichen Glaubens. Sein Tod ist ein großer Verlust für unsere Stadt.“

Oberbürgermeister Mike Josef sagt: „Wir verlieren in Hans-Jürgen Moog eine Persönlichkeit, die das Leitbild bürgerschaftlichen Engagements verkörperte. Über Jahrzehnte hat er sich mit außerordentlichem Pflichtbewusstsein in den Dienst unserer Stadt und ihres Gemeinwesens gestellt. Als Stadtverordneter, CDU-Fraktionsvorsitzender und Bürgermeister zeichnete er sich durch eine an der Sache orientierte, ausgleichende und verbindende Haltung aus. Über Parteigrenzen hinweg wurden sein Verantwortungsbewusstsein und seine Zuverlässigkeit geschätzt. Auch jenseits seiner politischen Ämter engagierte er sich ehrenamtlich und uneigennützig für seine Mitmenschen und seine Heimatstadt. Wir trauern um ihn und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

Hans-Jürgen Moog wurde am 13. Juni 1932 in Frankfurt geboren. Nach dem Abitur an der Musterschule studierte er zunächst an der Goethe-Universität Frankfurt, später an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg Jura. Von 1964 bis 1982 war der promovierte Rechtsanwalt und Notar Stadtverordneter. Ab 1965 war er CDU-Fraktionsvorsitzender, leitete viele Jahre den Haupt- und Finanzausschuss. Ab 1982 war er zwölf Jahre lang Bürgermeister der Stadt Frankfurt und hatte es in dieser Zeit mit vier Oberbürgermeistern zu tun. Dabei handelte der Jurist stets nach dem Prinzip, Nutzen und Ansehen der Stadt zu mehren und dem Wohle der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern zu dienen. Er setze dabei auf Kooperationen und Netzwerke, verstand es, parteiübergreifende Entscheidungen herbeizuführen. Nach dem Ende seiner Amtszeit verabschiedete er sich 1994 aus der Frankfurter Kommunalpolitik.

Moog engagierte sich aber nicht nur in der Stadtpolitik, sondern auch für die evangelische Kirche und das Deutsche Rote Kreuz. Unter anderem leitete er von 1966 bis 1998 die Tagungen der Evangelischen Regionalversammlung. Zudem war er Träger des Hessischen Verdienstordens, des Großen Bundesverdienstkreuzes sowie der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt. (ffm)