Stadt Frankfurt trauert um Arif Arslaner
Die Stadt Frankfurt trauert um Arif Arslaner. Der langjährige Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft für Kultur und Bildung (KUBI) und Träger der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt ist am Montag, 20. April, nach schwerer Krankheit verstorben. Er wurde 63 Jahre alt. Die Stadt Frankfurt spricht seinen Angehörigen ihre aufrichtige Anteilnahme aus.
Foto: KUBI gGmbH
„Der Tod von Arif Arslaner trifft mich persönlich sehr“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef, der den Verstorbenen seit vielen Jahren kannte. „Wir verlieren nicht nur eine prägende Persönlichkeit unserer Stadt – ich verliere einen engen Weggefährten und Freund.“ Arslaner habe die kulturelle Bildungsarbeit in Frankfurt über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgestaltet und sich mit unermüdlichem Einsatz für Teilhabe, Integration und Chancengerechtigkeit stark gemacht. „Mit seinem klaren Kompass und seiner Warmherzigkeit hat er unzähligen jungen Menschen Türen geöffnet, Perspektiven geschaffen und ihnen das Gefühl gegeben, gesehen zu werden. Dieses Vermächtnis bleibt.“
Arif Arslaner wurde 1963 in der Türkei geboren und wuchs dort auf. Im Alter von 16 Jahren kam er nach Deutschland, lernte Deutsch an der Volkshochschule und absolvierte eine Ausbildung zum Schlosser, die er mit Bestnoten abschloss. Es folgte ein Studium zum Sozialpädagogen sowie eines zum Diplom-Pädagogen. 1993 gründete er die gemeinnützige Gesellschaft für Kultur und Bildung, kurz: KUBI, deren geschäftsführender Gesellschafter er bis 2025 war. Was einst in Arslaners Wohnzimmer begann, ist heute ein Sozial- und Bildungsträger mit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 16 Nationen sowie der Tochtergesellschaft „Bildung und Kultur“ (biku). Gemeinsames Ziel ist es, die schulischen und beruflichen Integrationschancen von jungen Menschen, gleich welcher Herkunft und Lebenssituation, zu verbessern und die Verständigung über Kulturgrenzen hinweg zu fördern.
Unter Arslaners Leitung wurden Projekte und Angebote wie die Jugendhilfe in der Schule und Grundschule, „Praxis und Schule“ (PUSCH), Sternpiloten, Hilfen zur Erziehung und Hand in Hand gegen Extremismus initiiert. Für sein Engagement wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2002 mit der Urkunde „Besondere Anerkennung für vorbildliches Engagement bei der Integration von Zuwanderern in der Bundesrepublik Deutschland“ sowie 2006 mit dem Integrationspreis der Stadt Frankfurt. 2021 erhielt er die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt.
Neben seiner Tätigkeit bei KUBI engagierte sich Arslaner in verschiedenen kulturellen und gesellschaftlichen Organisationen, unter anderem beim Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, als Mitgründer des griechisch-türkischen Freundschaftsvereins Frankfurt und des Deutsch-Türkischen Unternehmervereins sowie im Kultur-Forum zur Förderung des kulturellen Austausches zwischen Griechen, Deutschen und anderen ethnischen Gruppen in Deutschland.
Oberbürgermeister Josef sagt: „Ich bin dankbar für die gemeinsame Zeit mit Arif Arslaner, für seine Freundschaft und für alles, was er für unsere Stadt getan hat. Er wird mir und vielen anderen sehr fehlen." (ffm)
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