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Letzte Aktualisierung: 03.06.2020

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Stadt Frankfurt sichert Standort von Traditionsunternehmen

Erbbaurecht für Grundstück der Karosseriebau Friederichs verlängert

von Ilse Romahn

(11.05.2020) Die Stadt Frankfurt am Main verlängert das Erbbaurecht für das von der Firma Karosseriebau Friederichs genutzte Grundstück in der Schlitzer Straße in Fechenheim.

Stephan Berger, Geschäftsführer Karosseriebau Friederichs GmbH, und Stadtrat Jan Schneider in einer Werkstatthalle der Firma Friederichs
Foto: Stadt Frankfurt / Michael Faust
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Damit kann das im Jahr 1840 gegründete Unternehmen das rund 6300 Quadratmeter große Areal in Fechenheim bis 2066 weiterhin nutzen. „Wir sichern damit den Standort eines international erfolgreichen Traditionsunternehmens“, sagt Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien. „Das Erbbaurecht ist ein attraktives Instrument, um städtische Grundstücke für Gewerbetreibende zur Verfügung zu stellen und damit Wirtschaftsförderung zu betreiben.“ Stephan Berger, Geschäftsführer der Carl Friederichs GmbH, betont: „Wir freuen uns, dass wir als Familienbetrieb, der seit 180 Jahren in Frankfurt ansässig ist, eine langfristige Perspektive für den Standort in Fechenheim haben. Die Lage hat viele Vorzüge gegenüber einem Areal außerhalb der Stadt auf der grünen Wiese. Unter anderem profitieren wir als international ausgerichtetes Unternehmen mit 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von der zentralen Lage im Herzen Deutschlands und Nähe zum Frankfurter Kreuz und dem Flughafen.“

Die Firma, ehemals ein Familienunternehmen, wurde am 1. Juli 1840 von Heinrich Ludwig Friederichs gegründet. Damals, lange vor Erfindung des Automobils, baute der Betrieb aufwendige Pferdekutschen. Heute steht neben der Reparatur und Lackierung von Fahrzeugen die Entwicklung von Spezialkarosserien unter der Leitung von Geschäftsführer Henrik Schepler im Mittelpunkt. In den Hallen in der Schlitzer Straße werden unter anderem Geldtransporter, Gefängnisbusse und beschusssichere Fahrzeuge entwickelt und gebaut. Ein großer Teil der Aufträge kommt aus dem Ausland.

Die Verbundenheit zum Gewerbegebiet Fechenheim-Nord macht das Unternehmen durch sein Engagement als Gründungsmitglied der Standortinitiative „Frankfurter Osten nachhaltig“ deutlich. Das Thema Nachhaltigkeit wird auch durch eine große Photovoltaikanlage (mit einer Leistung von 245 kWp) auf den Dächern des Betriebs in der Schlitzer Straße sichtbar. Einen weiteren Standort hat die Firma Friederichs in der Hardenbergstraße im Gutleut.

Alleinige Gesellschafterin der Firma ist die 1991 von Heinz und Gisela Friederichs gegründete Stiftung. Diese verwendet einen Teil des Unternehmensgewinns für die Unterstützung von Kunst- und Sozialprojekten sowie für die Förderung des Nachwuchses im Handwerk. „Hier sind erfolgreiches Unternehmertum und soziale Verantwortung auf vorbildliche Weise miteinander verbunden“, betont Stadtrat Schneider.  (ffm)