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Letzte Aktualisierung: 03.06.2020

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Stadt Frankfurt gedenkt dem Ende des Zweiten Weltkrieges

Oberbürgermeister Feldmann und Stadtverordnetenvorsteher Siegler legen Kranz nieder

von Ilse Romahn

(11.05.2020) Am 8. Mai 1945 ging der Zweite Weltkrieg und die nationalsozialistische Schreckensherrschaft zu Ende.

Bildergalerie
Oberbürgermeister Peter Feldmann und Alex Wagner vom DGB mit dem Transparent auf dem Römerbalkon
Foto: Stadt Frankfurt / Bernd Kammerer
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Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler und Oberbürgermeister Peter Feldmann legen den Kranz nieder
Foto: Stadt Frankfurt / Bernd Kammerer
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Aus Anlass des 75. Jahrestages dieses Ereignis haben Oberbürgermeister Peter Feldmann und Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft an der Paulskirche dem Ereignis in kleinem Rahmen gedacht. Ursprünglich war eine größere Veranstaltung mit Feierstunde und Fest des 8. Mail-Bündnisses auf dem Römerberg geplant, allerdings musste aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ein anderer Rahmen gewählt werden.

„Die Welt wurde vom beispiellosen Terrorregime der Nazis befreit. Dieser Tag ist ein Tag der Freude, denn das Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete, dass der Grundstein für eine offene, demokratische und freiheitliche Grundordnung gelegt werden konnte“, sagte das Stadtoberhaupt. „Das Wissen darüber, was war, ist ein steiniger Weg. Dieser ist aber heute umso wichtiger, da die Ewiggestrigen und geistigen Brandstifter versuchen, die Oberhand und die Definitionshoheit über die Geschichte zu gewinnen“, fügte der Oberbürgermeister hinzu. „Nichts wirkt vor den beispiellosen Verbrechen des Nationalsozialismus‘ stärker als die Gleichheit aller Menschen vor dem Grundgesetz. Hierfür einzustehen, unsere Demokratie nicht als selbstverständlich zu erachten und sie jeden Tag zu verteidigen ist unsere Verantwortung. Nur so steht das ‚Nie wieder!‘ auf festen Fundamenten“, unterstrich Feldmann.

Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler betonte: „Gerade hier, im Angesicht der Frankfurter Paulskirche, mahnt uns der heutige Gedenktag dazu, zukünftigen Generationen die Bedeutung von Demokratie und politischer Mitbestimmung immer wieder zu vermitteln.“

Die Schauspielerin Bettina Kaminski verlas auf dem Paulsplatz die Erklärung des Zusammenschlusses, dem neben anderen auch der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten angehören. Deren Unterzeichner fordern, den 8. Mai in Deutschland zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Sie wenden sich gegen aufkeimende faschistische, rassistische und antisemitische Tendenzen in der deutschen Gesellschaft.

Nach der Veranstaltung auf dem Paulsplatz wurde ein Transparent auf dem Römerbalkon angebracht, das an die Befreiung vom Nationalsozialismus vor 75 Jahren erinnert. „Dieses Ereignis ist gerade unter aktuellen Vorzeichen besonders bedeutsam, denn die Erinnerung an das, was Diktatur und Gewaltherrschaft bedeuten, verblasst immer mehr “, sagte Feldmann. Aus diesem Anlass hat der Oberbürgermeister ein Zeitzeugeninterview mit der KZ-Überlebenden Esther Bejarano geführt, die dem „Mädchenorchester“ in Auschwitz-Birkenau angehörte. Es ist unter http://www.frankfurt.de/facebook zu sehen. (ffm)