Stadt Frankfurt empfängt Hessisches Consular Corps in der Messe
Foto: Salome Rössler
Dabei skizzierte Feldmann am Beispiel des Veranstaltungsortes die internationale Historie der Stadt. Obwohl die Hessische Staatskanzlei formal für die Betreuung des HCC zuständig ist, richtet die Stadt den Sommerempfang aus. Der Grund: In Frankfurt und nicht in der Landeshauptstadt Wiesbaden befinden sich die meisten der 108 Konsulate des Bundeslandes.
„Frankfurts zentrale Lage bringt nicht erst heute Messe- und Kongressbesucher an den Main. Schon im frühen 17. Jahrhundert stammten bis zu einem Viertel der Händler aus dem Ausland“, sagte der Oberbürgermeister. Eine Entwicklung, die ohne den Aufstieg der Frankfurter Messe undenkbar gewesen wäre. Feldmann beschrieb in seiner Rede die historische Entwicklung. Die erste schriftliche Erwähnung einer Messe findet sich 1150. Im 16. Jahrhundert wurde Frankfurt endgültig zum internationalen Handelsplatz, nachdem bereits 1585 die Börse gegründet wurde. „Die damalige Festlegung einheitlicher Wechselkurse legte den Grundstein für Frankfurts Entwicklung zur heutigen Finanzmetropole“, spannte Feldmann den Bogen in die Gegenwart.
Dabei hob er die Rolle der Messe Frankfurt als weltweit größtes Unternehmen seiner Art hervor. „Seit 1998 hat sie rund 1 Milliarde Euro in die Modernisierung ihres Geländes investiert. Sie verfügt über hervorragende Kongressgebäude, um den Standort Frankfurt im internationalen Wettbewerb zu stärken“, sagte Feldmann vor etwa 250 Gästen. Er fügte hinzu: „Sie ist ein internationales Aushängeschild für Frankfurt!“ Das Unternehmen verfügt über 30 Tochtergesellschaften und 50 internationale Vertriebspartner. Tochtergesellschaften gibt es in Japan, den Vereinigten Staaten, China, Indien, Italien, der Türkei, Korea, Mexiko, Frankreich, Dubai, Brasilien, Südafrika, Russland und Großbritannien.
„Die Messe bringt aus Tradition Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen – als Geschäftszweck und natürlich heute, beim Empfang des Konsularischen Korps“, sagte der Oberbürgermeister zum Ort des Empfangs. Dabei würdigte er die Arbeit des HCC: „Ihr Engagement ist Beitrag zur Internationalität Frankfurts und zum friedlichen Zusammenleben in der Stadt. Hierauf bin ich stolz!“ In Namen der Stadt lud er die Gäste zu einer Führung durch das historische Archiv der Messe mit Original-Dokumenten aus sechs Jahrhunderten ein.