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Letzte Aktualisierung: 19.10.2020

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Stadt Frankfurt übernimmt Kita-Neubau am Sachsenhäuser Berg

Raum für Kinder am Fuße des Henninger-Turms

von Ilse Romahn

(05.10.2020) Der Bestand an Kita-Gebäuden der Stadt Frankfurt am Main ist um eine markante Immobilie reicher: Das Amt für Bau und Immobilien hat einen rund 1600 Quadratmeter großen Neubau am Henninger-Turm übernommen, in dem künftig 141 Kinder im Alter zwischen einem und sechs Jahren betreut werden.

Stadtrat Jan Schneider und Kita-Leiterin Stefanie Schöler auf der Dachterrasse der Kita am Henninger-Turm
Foto: Stadt Frankfurt
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Errichtet wurde das Gebäude in der Straße Am Wassertempel von dem privaten Projektentwickler Actris im Zuge des Neubaugebiets „Stadtgärten am Henninger-Turm“. Die Übertragung an die Stadt erfolgte entgeltfrei auf der Basis einer Vereinbarung in einem städtebaulichen Vertrag.

„Bei neuen Wohngebieten ist es wichtig, dass Entwickler auch Flächen für die soziale Infrastruktur vorsehen“, sagte Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, anlässlich der Übergabe des Gebäudes. „Durch die Partnerschaft zwischen der Stadt und einem Privatunternehmen ist ein beachtliches Gebäude entstanden. Das Betreuungsangebot am Sachsenhäuser Berg kann dadurch deutlich verbessert werden.“ Betrieben wird die Kita mit acht Gruppen vom Sozialpädagogischen Verein, einem bewährten Träger von Betreuungseinrichtungen. Es gibt fünf Kindergarten-Gruppen und drei Krippengruppen für unter Dreijährige, die Ende September sowie Anfang Oktober den Betrieb aufgenommen haben.

Die neue Kindertagesstätte mit zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss liegt auf einem 3500 Quadratmeter großen Grundstück im Zentrum des Quartiers an der Ost-West-Promenade, die vom Wendelsweg zum neuen Henninger-Turm führt. Wegen ihrer besonderen Architektur, die vom Frankfurter Architekturbüro Meixner Schlüter Wendt entworfen wurde, stellt sie einen markanten Blickpunkt dar. Grundidee ist die Gliederung der Gebäudestruktur in topographisch gefaltete Schichten, die mit einer „Dachlandschaft“ abschließt. Durch die Faltung entstehen Spielräume für unterschiedliche Raumzuschnitte und Höhen.

Neben den verschiedenen Spiel- und Aufenthaltsräumen gibt es zum Beispiel auch eine große Küche. Prägend sind die Fassaden aus Sichtbeton und ein Edelstahlnetz an der südlichen und östlichen Seite des Gebäudes. Auf der 350 Quadratmeter großen Dachterrasse, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch von den Kindern genutzt werden kann, besteht ein hervorragender Ausblick auf das Wohnquartier und den Henninger-Turm.

Eine Besonderheit sind die differenziert gestalteten Laubengänge mit den Erschließungstreppen, die den Übergang von innen nach außen markieren. Diese Öffnung orientiert sich nach Süden zu einem großen Garten mit Spielflächen. Dort gibt es unter anderem Hochbeete, die unter der Anleitung der Pädagogen von den Kindern selbst bewirtschaftet werden sollen. (ffm)