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Letzte Aktualisierung: 22.02.2020

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Städel Museum präsentiert in diesem Jahr hochattraktives Ausstellungsprogramm

von Ilse Romahn

(13.01.2020) Ab März widmet sich das Städel Museum in der großen Ausstellung EN PASSANT. Impressionismus in Skulptur der Frage, was es konkret bedeutet, die Eigenschaften der impressionistischen Malerei wie Licht, Farbe, Stimmung, Bewegung – sogar Flüchtigkeit – in feste Materialien zu übersetzen.

Im Mittelpunkt der Präsentation stehen die fünf Künstler Edgar Degas, Auguste Rodin, Medardo Rosso, Paolo Troubetzkoy und Rembrandt Bugatti. Mit mehr als 160 Werken gibt die Ausstellung einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten und die Herausforderungen des Impressionismus in der Skulptur.

Nahezu ein Jahrzehnt nach Eröffnung der Gartenhallen wird die Sammlung Gegenwartskunst ab 2. April 2020  neu präsentiert. Beginnend mit Hauptwerken der jüngeren und jüngsten Zeitgenossenschaft fächert sich eine Geschichte der Kunst nach 1945 auf. Arbeiten aus verschiedenen Schulen, Stilen und Gruppen eröffnen überraschende Vergleiche, Blickwinkel und Sichtachsen zwischen der unmittelbaren Gegenwart und ihren Wurzeln in den zurückliegenden Jahrzehnten – bewusst nicht chronologisch, sondern thematisch. Insgesamt umfasst die Neupräsentation rund 250 Arbeiten von 170 Künstlerinnen und Künstlern. Damit ist auch eine Vielzahl an jüngsten Neuerwerbungen und Schenkungen zu sehen, etwa Arbeiten von Miriam Cahn oder Victor Vasarely – ein Großteil wurde seit 2007 vom Städelkomitee 21. Jahrhundert für die Sammlung Gegenwartskunst angekauft.

Den reichen Beständen der Graphischen Sammlung des Städels werden 2020 zwei Ausstellungen gewidmet, in denen neueste Forschungsergebnisse erstmals präsentiert werden können. In der Ausstellung Städels Erbe werden 95 Meisterzeichnungen von Raffael, Correggio und Primaticcio, Watteau, Boucher und Fragonard, Dürer, Roos und Reinhart sowie Goltzius, Rembrandt und De Wit gezeigt, die einen exemplarischen Eindruck vom Zuschnitt, der Ordnung und der künstlerischen Bedeutung der einstigen Zeichnungssammlung des Museumsstifters Johann Friedrich Städel vermitteln.

Im Herbst steht dann die Niederlande im Fokus, die zur Zeit der Aufklärung eine blühende Kunstproduktion, insbesondere in Zentren wie Amsterdam, Haarlem, Den Haag oder Dordrecht, vorweisen können. Auch Johann Friedrich Städel war Sammler dieser niederländischen Zeichnungen des 18. Jahrhunderts. Er erwarb mit diesen Blättern Werke seiner Gegenwart bzw. jüngsten Vergangenheit und damit zugleich eine Kunst, die besonders dem bürgerlichen Geschmack der Zeit entsprach.

Zum Ende des Jahres thematisiert das Städel Museum gemeinsam mit der National Gallery of Canada in der großen Ausstellung Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam erstmals Rembrandts Aufstieg zu internationalem Ruhm in seinen Jahren in Amsterdam. Die Schau vereint den Städel-Bestand an Werken Rembrandts, darunter die „Blendung Simsons“ (1636), mit herausragenden Leihgaben internationaler Museen unter anderem aus dem Amsterdamer Rijksmuseum, der Gemäldegalerie Berlin, der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, der National Gallery in London, dem Museo del Prado in Madrid oder der National Gallery of Art in Washington.
 
www.staedelmuseum.de
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