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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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Städel eröffnet den neuen Studiensaal der Graphischen Sammlung

von Ilse Romahn

(11.09.2020) Der Umbau der Graphischen Sammlung im Städel Museum ist erfolgreich abgeschlossen. Ab 1. Oktober 2020 ist das Herzstück der Graphischen Sammlung, der Studiensaal, für die Besucherinnen und Besucher wieder zugänglich.

Neuer Studiensaal der Graphischen Sammlung
Foto: Städel Museum gs Simon Watson
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Interessierte können sich dort Meisterwerke der Zeichenkunst und Druckgrafik aus dem Bestand des Städel zum Betrachten, Studieren und Erforschen vorlegen lassen – eine einzigartige und unmittelbare Begegnung mit der Kunst wird so möglich. Die Graphische Sammlung bewahrt über 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Dank der hohen Qualität der Blätter gehört sie zu den bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Deutschland. Höhepunkte sind neben Werken von Dürer, Raffael oder Rembrandt u. a. nazarenische Zeichnungen, französische Blätter des 18. und 19. Jahrhunderts, Werke von Max Beckmann und des deutschen Expressionismus um Ernst Ludwig Kirchner sowie Arbeiten der US-amerikanischen Kunst nach 1945. Aufgrund der besonderen Lichtempfindlichkeit von Arbeiten auf Papier können die Werke nicht dauerhaft ausgestellt werden. Sie werden daher in Sonderschauen in der Ausstellungshalle gezeigt oder können zu gesonderten Öffnungszeiten und nach Anmeldung im Studiensaal vorgelegt werden.  
  
„Seit der Gründung des Städel Museums ist die Graphische Sammlung Ort für Inspiration, Forschung, Kunst- und Wissensvermittlung. Sie bildet mit ihren heute mehr als 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken den mit Abstand umfangreichsten Sammlungsbestand des Museums. Nach mehr als fünf Jahrzehnten haben wir nun die Graphische Sammlung aufwendig umgebaut – ermöglicht durch das sehr großzügige finanzielle Engagement zweier privater Spenden. Die historische Architektur von Johannes Krahn trifft auf einen zeitgemäßen Innenraum des Architekten Gisbert Pöppler, der den hohen konservatorischen Ansprüchen der empfindlichen Papierarbeiten vollends gerecht wird. Es freut mich, dass mit dem Abschluss des Umbaus der Vorlegesaal nun für interessierte Besucherinnen und Besucher wieder zugänglich ist und sie somit den Meisterwerken von Raffael bis Kiki Smith wieder ganz unmittelbar begegnen können,“ so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.