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Spät gezündet, dann aber richtig

Skyliners schlagen Vechta im ersten BBL-Heimspiel der Saison

Heimsieg! Am dritten Spieltag der easyCredit BBL konnten die Skyliners in einem zu Beginn ausgeglichenen Spiel den Abstand zu Vechta kontinuierlich ausbauen und damit den Sieg im ersten Heimspiel der Basketballsaison in der Süwag Energie Arena einfahren. Ausschlaggebend waren vor allem die hohe Trefferquote aus der Distanz (46 Prozent) und das schnelle Umschaltspiel nach gelungenen Defensivaktionen. Topscorer war Isaiah Swope mit 21 Punkten. Gemeinsam mit Big Man Race Thompson (18 Punkte, zehn Rebounds) prägte er das Offensivspiel der Frankfurter.

Klaus Perwas, Headcoach der Skyliners, zeigte sich demgemäß zufrieden: „Ich denke, es war keine leichte Situation. Von außen sieht das immer einfach aus: Sie verlieren mit 40 Punkten, kommen hierher und wir spielen zu Hause. Aber das ist auch eine erfahrene Truppe. Gegen Bamberg lief dann auch wirklich alles gegen sie. Wir hatten ein schweres Spiel in Berlin, bei dem wir die Chance hatten, vielleicht sogar das Spiel zu gewinnen. Mit der Rückfahrt aus Berlin im Rücken war die Situation natürlich nicht einfach. Trotzdem haben wir einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen. Man kann das vielleicht unter ‚Arbeitssieg‘ abhaken, aber das Wichtigste heute war, dass wir das Spiel gewonnen haben. Das ist professioneller Basketball, und dazu gehört auch, dass man solche Spiele gewinnt. Und das haben wir heute gemacht.“

­Die Skyliners gingen mit der unveränderten Starting Five in die Partie. Dieses Mal eröffnete Will Christmas die Partie mit einem Dreier aus der Ecke. Die Frankfurter verteidigten von Anfang an sehr eng und kamen über Fastbreaks zu Abschlüssen. Nach einem Rebound von Race Thompson und einem schönen Pass über das gesamte Feld vollendete Tommy Klepeisz zum 8:1 und schickte Vechta nach drei Minuten ins erste Timeout. Im Anschluss fanden die Gäste besser den Weg zum Korb und kämpften sich vor allem an der Freiwurflinie zurück in die Partie. Nach einem Turnover im Aufbauspiel von Will Christmas gingen die Gäste erstmals in Führung (13:14). Gegen Ende des Viertels war es dann Till Pape, der wiederholt unter dem Korb willensstark abschloss und vier Sekunden vor Schluss mit einem And-One-Finish die Halle zum Beben brachte und die Frankfurter wieder in Führung brachte. Viertelergebnis: 22:21

Den Anfang machten in Viertel zwei die Big Men der Skyliners: Race Thompson (acht Punkte) holte nach zwei Minuten Rebound Nummer fünf und übernahm gemeinsam mit Till Pape (neun Punkte) offensiv für die Frankfurter (27:21). Vechta kam vor allem durch Offensivrebounds (5:2) zu zweiten Chancen und blieb somit fünf Minuten vor der Pause weiterhin dran (29:28). Offensiv taten sich beide Teams dann phasenweise etwas schwer, bis Isaiah Swope den zweiten Dreier für die Skyliners (2/10) erzielte und damit wieder Schwung in die Partie brachte. Ein weiterer Dreier von Tommy Klepeisz erhöhte den Vorsprung auf sieben Punkte, bevor die Frankfurter nach einem schönen Teamplay Race Thompson unter dem Korb fanden und die Halle erneut zum Beben brachten. So gingen die Skyliners nach einem späten Run mit einer komfortableren Führung in die Kabine (43:34). Viertelergebnis: 21:13

Topscorer zur Halbzeit

Skyliners:
Race Thompson (zwölf Punksieben Rebounds)
Till Pape (neun Punkte, 80 Prozent FG)

Rasta Vechta:
Tibor Pleiß (elf Punkte, sieben Rebounds)
Matt Lewis (sieben Punkte)

Vechta gab noch nicht auf

Das Scoring eröffneten erneut die Skyliners mit Race Thompson, der mit einem physischen Kontaktfinish abschloss. Anschließend hielt Klepeisz mit einem Floater-Dreier mit dem Buzzer den Abstand nach drei Minuten weiter bei neun Punkten (48:39). Daraufhin entwickelte sich ein Shootout zwischen beiden Teams, bei dem die Frankfurter auf offensive Aktionen der Gäste fast immer eine Antwort fanden. Insbesondere Nahiem Alleyne zeigte Nervenstärke hinter der Dreierlinie und zwang Vechta nach sechs Minuten mit seinem zweiten Dreier innerhalb weniger Sekunden zum Timeout (60:47). Aus der Auszeit kamen die Gäste mit einem 9:0-Run, den Till Pape in Manier eines Kapitäns zunächst unter dem Korb und anschließend mit einem tiefen Wurf beendete. In das entscheidende Viertel gingen die Skyliners mit einer Sechs-Punkte-Führung (66:60). Viertelergebnis: 23:26

Souverän den Sieg eingefahren

Crunchtime! Beide Teams zeigten von Beginn an, dass sie dieses Spiel nicht verlieren wollten. Einen Dreier von Nelson Weidemann konterte Radii Caisin direkt mit einem weiteren Treffer „from Downtown“ und hielt damit die 50-prozentige Dreierquote der Skyliners aufrecht (9/18). Nach einer Shotclock-Violation von Vechta und einem weiteren Fastbreak-Finish – diesmal von Isaiah Swope – gingen die Frankfurter sechs Minuten vor Schluss wieder mit neun Punkten in Front (73:64). Vechtas Franklin lief anschließend kurz heiß, was in dieser Phase vor allem durch Energy-Plays von Radii Caisin abgefedert wurde. Nach einem tiefen Dreier von Swope stand es drei Minuten vor dem Ende 82:73. Ab diesem Moment ließen die Skyliners nichts mehr anbrennen und fanden offensiv weiterhin vor allem über Topscorer Swope immer wieder gute Abschlüsse. Den letzten Wurf des Spiels verwandelte Nahiem Alleyne aus der Ecke und besiegelte damit den Endstand von 93:81. Viertelergebnis: 27:21, Zuschauer: 3.200. Nächstes Spiel ist am Denstag,  28.September, um, 20:30 Uhr gegen Umana Reyer Venice.