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Letzte Aktualisierung: 20.09.2021

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Soziale Gesinnung und die Erbengesellschaft

von Helmut Poppe

(08.09.2021) Deutschland hat in den vergangenen siebzig Jahren einen enormen Wohlstand aufgebaut von dem wir alle profitieren. Das ist schön und gut. Unser Land steht wenn es um Wirtschaft geht an vierter Stelle in der Welt.

Randbemerkung
Foto: frankfurtlive
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Der Hang zu sozialem Verhalten und nachhaltiger Einstellung ist bei solcher Ausgeruhtheit nachvollziehbar, gerade junge Menschen fühlen sich solidarisch mit Minderheiten und sprechen sich für einen ökologischen Umgang mit den Ressourcen aus. Auch dies ist begrüßenswert und der Respekt geht an die jungen Generation. Mit Nachsicht stellt man Fragen wie „Trockner eingeschaltet, obwohl es draußen 30 Grand sind?“ oder „Neuseeland für‘s Praktikum, muss das denn wirklich sein?“ Kritisch wird es aber, wenn man von folgendem Fall hört.

Junge Familie, gesegnet mit Zwillingsnachwuchs sucht dringend eine größere Wohnung. Allerlei teils nachvollziehbare Umstände führten leider dazu, dass eine Wohnungssuche nicht mit der gebotenen Eile durchgeführt werden konnte. So entschied sich das junge Paar für eine Bleibe – teuer gemietet zu krassen Bedingen was Mietdauer und Reparaturen anbelangt. Der Vertrag wurde unterschrieben, die Zusage erfolgte mündlich, man freute sich auf einen Einzug binnen zwei Wochen. Nur, …. kurzfristige Rücknahme der Vereinbarung. Wer steckte dahinter? Ein*e junge*r Generationenvertreter* in (hässliche Sternchen um im Bild zu bleiben) mit wohlhabendem Papa, der als Ausweichquartier eine noch teurere Wohnung anbot, es geht hier um eine vierstellige Monatsmiete, die vorne rund ist. Man/frau selbst ist aber als junge*r Engagierte*r beruflich und sozial engagiert und kommuniziert dies nach außen.

Da kann man nur sagen, hier gibt es einen Widerspruch.  Politische 'Grundeinstellungen' sind zumeist vorsichtig zu bewerten.