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Sorge um die Obdachlosen

SPD: Stadt braucht schnelle Alternative für Übernachtungsmöglichkeit in der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor

Die SPD-Fraktion im Frankfurter Römer erwartet, dass der Magistrat schnell eine Alternative für die niedrigschwellige Übernachtungsmöglichkeit obdachloser Menschen in der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor findet, die aus Brandschutzgründen bald nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

„Die Sicherheit der dort nächtigenden Menschen hat absoluten Vorrang und die U-Bahn-Station Eschenheimer Tor war immer nur als Übergangslösung gedacht. Ich bin schon verwundert, dass der Magistrat nicht schon längst nach einer Alternative gesucht hat. Im Idealfall hätte man dann mit der Schließung gleich eine neue Lösung präsentieren können. Jetzt muss wie so oft unter Zeitdruck gehandelt werden“, sagte Kolja Müller, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Römer.

Die langjährige mobilitätspolitische Sprecherin der Fraktion, Kristina Luxen, verurteilt die Kritik an der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) über die angekündigte Schließung der Übernachtungsmöglichkeit: „Kernaufgabe der VGF ist ein funktionierender und sicherer öffentlicher Personenverkehr und nicht die Unterbringung obdachloser Menschen. Die VGF hat trotz bestehender Bedenken die Nutzung der U-Bahn-Station lange mitgetragen und unterstützt. Ich bin sicher, sie würde dies auch wieder tun, wenn eine Unterbringung zu verantworten wäre. Wenn nun eine brandschutztechnische Stellungnahme die Übernachtung von so vielen Menschen in der Station als zu gefährlich erachtet, sollten wir zunächst froh sein, dass bisher nichts passiert ist und dann intensiv nach besseren Lösungen suchen.“

Luxen und Müller hoffen, dass die Stadt spätestens im Winter wieder eine niedrigschwellige und sichere Lösung für die obdachlosen Menschen anbieten kann, die aus unterschiedlichen Gründen nicht den Weg in eine der bestehenden klassischen Unterkünfte finden - der Bedarf sei leider enorm.