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Letzte Aktualisierung: 03.06.2020

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Sonderausstellung Qanga im Archäologischen Museum bis 1. Juni verlängert

von Ilse Romahn

(07.05.2020) Die Sonderausstellung Qanga – Die Geschichte Grönlands als Graphic Novel im Archäologischen Museum Frankfurt wird bis 1. Juni verlängert!

Qanga - Die ersten Schritte
Foto: Stadt Frankfurt / Konrad Nuka Godtfredsen
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Wer erzählt die Geschichte eines Volkes ohne eigene Geschichtsschreibung, zumal die einer früheren Kolonie? Der grönländische Zeichner und Künstler Nuka Godtfredsen wagt sich an genau dieses Experiment in einer einmaligen Zusammenarbeit mit Archäologen des Dänischen Nationalmuseums.

Am frühen Abend des 13. März musste die bis zu diesem Zeitpunkt rege besuchte Sonderausstellung im Zuge der Pandemie-Maßnahmen von einer Stunde zur anderen für unbestimmte Zeit geschlossen werden. Seither erreichten viele Anfragen das Museum, ob die Ausstellung über das geplante Ausstellungsende am 19. April verlängert würde.

Gerade deswegen freut sich Wolfgang David, leitender Direktor des Archäologischen Museum Frankfurt, nun ganz besonders, dass nach der Wiederöffnung seines Hauses auch noch einmal die Pforten der Sonderausstellung „Qanga“ bis Pfingstmontag, den 1. Juni, öffnen: „Im März sah es so aus, als ob die Sonderausstellung vorzeitig beendet wäre. Umso größer ist jetzt die Freude, dass das wochenlang unmöglich Erscheinende – nämlich eine Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit – jetzt Wirklichkeit wird. Die noch vor Ostern gefällte Entscheidung, trotz aller Ungewissheiten nicht am 19. April mit dem geplanten Abbau zu beginnen, hat sich letztlich als richtig erwiesen.“

Momentan können die Mitmachstationen und die Ansichtsexemplare der Graphic Novel in der Ausstellung nicht genutzt werden. Jedoch können alle vier Bände der Reihe, die von einem grönländischen Schulbuchverlag herausgegeben wurden und in Deutschland nur im Archäologischen Museum erhältlich sind, im Museumsshop erworben oder online bestellt werden.

„Qanga“ präsentiert die Geschichte Grönlands als Graphic Novel. Bildgewaltige Erzählungen des grönländischen Illustrators veranschaulichen die Ankunft der ersten Menschen in Grönland, die vor 4500 Jahren aus dem heutigen Kanada einwanderten, über die spätere Fängerkultur bis zu den Jahren des Zusammenlebens mit den ersten Missionaren und Kolonisten. Historische Alltags- und Kultgegenständen aus dem Weltkulturenmuseum Frankfurt ergänzen die Ausstellung.

Themenvertiefend verdeutlicht die Poster-Ausstellung „Our Arctic Future“ die Zukunft dieses Lebensraumes in Zeiten des Klimawandels. (ffm)